Breites Sortenangebot für 2010 für den Biofutter- und -ackerbau

(22.12.2009) Für 2010 stehen für den Biofutter- und -ackerbau mehr Sorten in Bioqualität zur Verfügung als je zuvor. Dies zeigt die neue Biosortenliste von FiBL und Bio Suisse für Mais, Körnerleguminosen, Rüben, Ölsaaten, Gründüngungen und den Futterbau. Das Bioangebot beim Mais umfasst neu 15 Sorten und bei Soja sind es 6 Sorten. Ein breiteres Sortenangebot, wie z.B. bei den frühreifen Maissorten, trägt zu einer höheren Sortenvielfalt bei. Es erschwert aber auch die Sortenauswahl für den Landwirt.

Einige in der Sortenliste aufgeführte Sorten haben weder eine Bioprüfung noch eine konventionelle Prüfung durch Swissgranum durchlaufen. Ein Beispiel dafür sind die Maissorten P 8000 und Aspekt. Da diese Sorten in der Schweiz aber als Biosaatgut angeboten werden, wurden sie in die Sortenliste aufgenommen. Bei den meisten Maissorten ist eine Bewertung für den konventionellen Anbau durch Swissgranum vorhanden. Diese erleichtert die Auswahl einer geeigneten Sorte. Am besten werden auf einem Betrieb zwei bis drei Maissorten angebaut, um Erfahrungen zu sammeln und das Anbaurisiko zu verteilen.

Im Gegensatz zu den frühreifen Maissorten hat sich in der wichtigsten Gruppe der „mittelfrühreifen Sorten“ beim Mais wenig geändert. Hier gibt es nur eine neue Sorte. Bei den Gründüngungen sind neu Empfehlungen aus deutschen Sortenversuchen angefügt. Bei den 1-3 jährigen Futterbaumischungen werden ab nächstem Jahr die Anteile an Biokomponenten von 50 auf 60 % erhöht. Alte 50 % Mischungen dürfen auf jeden Fall noch aufgebraucht werden und sind bis Ende 2010 auch noch handelbar, solange vorrätig. 400er-Mischungen müssen wie bisher einen Anteil mit mindestens 40 % Bio aufweisen. Für 2011 ist keine Erhöhung des Bioanteils mehr vorgesehen.

Hansueli Dierauer, FiBL Frick

FiBL-Sortenliste Futterbau und übrige Ackerkulturen 2010 (FiBL-Shop, PDF, 150 KB)
FiBL-Sortenliste Kartoffeln (FiBL-Shop, PDF, 110 KB)

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