Neues von den Biokontrollfirmen

(23.12.2009)


Bio.inspecta: Zusammenarbeit mit SQS und OIC

Bio, Berg-Alp, AOC, Regionale Labels, Swissgap, ISO und so weiter: Die Anerkennung für alle diese Bezeichnungen zu erhalten ist für den einzelnen Landwirt nicht ganz einfach. Die Zusammenarbeit der drei grossen Player wird den Landwirten sowie den Verarbeitungs- und Handelsunternehmen einigen Nutzen bringen.

Kellerkontrollen bei den Biowinzern der Westschweiz
Nehmen wir als Beispiel einen Westschweizer Biowinzer, welcher seine Weine selber keltert. Bis jetzt wurde er von zwei Firmen auf die Einhaltung der Richtlinien überprüft. Bio.inspecta und OIC haben unterschiedliche Aspekte der Weinkelterung kontrolliert. In Zukunft werden diese Biolandwirte nur noch mit bio.inspecta als direkten Ansprechpartner zu tun haben. Bio.inspecta wird die Kellerkontrolle und die Inspektion vor Ort organisieren: sie wird bestimmen, welcher Kontrolleur oder welche Kontrolleure aus dem gemeinsamen Kontrolleurenpool auf diesen Betrieben eingesetzt werden.

Vorgehensweise
Jeder Biolandwirt, Verarbeiter oder Händler kann sich weiterhin an seine Kontrollorganisation wenden. Die drei Firmen werden die Kontrollaufträge unter sich koordinieren und den Ansprechpartner die Kundinnen und Kunden definieren.

Rollenverteilung
Insgesamt mehr als 90 Labels und Normen werden von diesen drei Unternehmen kontrolliert und zertifiziert. Eine Bereinigung der Angebotspalette wurde vollzogen:
- In Zukunft wird nur noch bio.inspecta das Bioregelwerk in der Produktion kontrollieren.
- die OIC wird die Möglichkeit haben, die Biorichtlinien in der Verarbeitung und im Handel zu überprüfen;
- Die SQS bleibt weiterhin stark in der Kontrolle von Nahrungsmittelsicherheits- und Qualitätsstandards;
Die Zusammenarbeit zwischen den drei Firmen öffnet der OIC auch neue Tätigkeitsfelder in der deutschen Schweiz, dabei sind insbesondere die Kontrolle von Ursprungsbezeichnungen und Qualitätsstandards zu nennen.

Bio Test Agro: kleingewerbliche Zertifizierung und Zügeltermin

Der Bio Suisse Vorstand hat die Zulassung der Bio Test Agro AG (BTA) für die Kontrolle und Zertifizierung von kleingewerblichen Verarbeitungs- und Handelsbetrieben nach Bio Suisse Richtlinien bestätigt. Die Zulassung beschränkt sich auf Betriebe, deren Angestellte insgesamt höchstens 1000 Stellenprozent ausmachen oder deren Gesamtumsatz 4 Millionen Franken nicht überschreitet. Somit sind im Verarbeitungsbereich der Knospe nunmehr vier Zertifizierungsstellen zugelassen, neben BTA sind dies IMO, ProCert Safety AG und bio.inspecta.

Bio Test Agro verlegt ihren Geschäftssitz im Frühjahr 2010 von Riedtwil auf die Bioschwand in Münsingen.


Autor: Maurice Clerc, FiBL

Adressen der schweizerischen Biokontrollfirmen

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