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Biokalbfleisch: Erstklassige Qualität ist gefragt

Junges Mastkalb auf der Weide

Grundlage erfolgreicher Biokälbermast ist die richtige Genetik und Fütterung

(17.08.09) 

Werden die Zwetschgen blau, steigen die Kälberpreise. Wie bei keiner anderen Fleischsorte schwankt beim Kalbfleisch der Preis – wegen saisonalen Schwankungen von Angebot und Nachfrage. In diesem bisher schlechten Kälbermarktjahr 2009 gilt darum noch mehr, dass, wer seine Kälber nicht zum Spotpreis verkaufen wollte, sie zur richtigen Zeit anbieten musste.

Unabhängig von den Schwankungen des Produzentenpreises erwarten die Konsumenten vom Biokalbfleisch erstklassige Qualität. Qualitätsfleisch stammt von Tieren mit einer guten Bemuskelung und vor allem einem guten Ausmastgrad! Die Fetteinlagerung macht bekanntlich das Fleisch aromatischer und zarter. Dem Ausmastgrad ist bei der Biokälbermast besondere Beachtung zu schenken. Die Bio Suisse-Richtlinien verbieten den Einsatz von Milchpulver- und Fett in der Kälbermast. Das stellt für die Fütterung hinsichtlich eines marktkonformen Schlachtkörpers eine Herausforderung dar.

Wie eine Auswertung bei Bell, dem wichtigsten Abnehmer, zeigt, ist die Fleischigkeit nicht das Problem: 96 Prozent der Knospe-Kälber wurden in den Klassen T bis C taxiert. Bedenklicher ist der Ausmastgrad. Fast 40 Prozent der Biokälber waren in der Fettklasse 2, über 8 Prozen in de Klasse 1. Für letztere zahlt Bell nicht den Biopreis. Kalkuliert man solche potentiellen Verluste von 200 bis 350 Franken (fehlender Biozuschlag, Fettklassenabzug) pro Kalb ein, wird einem bewusst, dass der Einsatz eines Nährmehls lohnend sein könnte. Mehr Informationen erhalten Sie von den Biofuttermühlen. Die Qualität des Biokalbfleischs muss stimmen, soll die Vermarktung zu einem guten Biopreis in die bestehenden Kanäle und in die vermehrt anvisierte Gastronomie erfolgreich sein.

Kalbfleisch: Gesucht ist Qualität - zur richtigen Zeit (Rubrik Markt auf dieser Webseite)