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Véronique Chevillat
FiBL Beratung
Ackerstrasse
5070 Frick

Tel. 062 865 04 12
Fax 062 865 72 73
E-Mail
www.fibl.org

Wo die neue Hecke pflanzen?

Baumstämme und Asthaufen bieten zusätzliche Lebensräume

(27.09.10) 

Als Grenzlebensräume beherbergen Hecken zahlreiche Lebewesen, sowohl typische Wald- wie auch Wiesenarten. Hecken sind deshalb von grosser Bedeutung für die Förderung und Erhaltung vieler Tierarten. Wer eine neue Hecke anlegt, bietet vielen wilden Tieren Brut- und Rückzugsort, Nahrungsquelle und Wanderroute.

Für die Standortswahl und die Pflanzenauswahl stellen sich folgende Fragen: Können Hecken in ein bestehendes Vernetzungsprojekt integriert werden? Für welchen Landschaftstyp soll die neue Hecke konzipiert werden? Welche Arten wollen wir hauptsächlich fördern?

Hecken sind beliebte Verbindungselemente zwischen bestehenden Lebensräumen. Die in Vernetzungsprojekten festgelegte Standortwahl sollte deshalb möglichst eingehalten werden. In einer offenen Ackerbaulandschaft werden Niederhecken bevorzugt, weil Hoch- und Baumhecken von standorttypischen Arten wie Feldlerchen aber auch von Tagfaltern wie ein unüberwindbares Hindernis (Wand) wahrgenommen werden.

In Siedlungsgebieten werden neue Hecken mit Vorteil nicht entlang von Wegen angelegt, weil Hunde einen grossen Störfaktor für die Wildtiere ausüben. Ein hoher Anteil an Dornensträucher bietet Nestlingen perfekten Schutz vor Räubern.

Ausserdem gehört zu jeder Hecke beidseitig ein extensiv genutzter Krautsaum, der als wichtiger Puffer zum intensiv bewirtschafteten Land dient. Baumstämme, Wurzelteller, Asthaufen, Holzbeige, Steinhaufen, Graben, Wildbienenhotel, Nistkasten, bieten verschiedene Lebensräume und bereichern die Hecke zusätzlich.

Weiterführende Informationen

Biodiversität (Rubrik auf dieser Webseite)