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Markt

Starkes Wachstum trotz Wirtschaftskrise

Marktstand

Im ersten Halbjahr 2009 ist der Biomarkt in der Schweiz im Vergleich zur Vorjahresperiode um 4,4 Prozent gewachsen, im Bereich der Frischprodukte gar um 6,3 Prozent (nur Detailhandel). Der gesamte Lebensmittelmarkt blieb in der gleichen Zeitspanne stabil (+0,1 Prozent), jener mit konventionellen Produkten ist leicht rückläufig (- 0,2 Prozent).

Besonders stark gewachsen (+ 13 Prozent) sind die Eierverkäufe. Bio-Eier haben mit 16,7% den grössten Marktanteil. Ebenfalls stark gewachsen (+ 17,3 Prozent) ist der Bio-Fleischabsatz. Hier haben besonders Charcuterie (+13,3 Prozent) sowie Fisch (+30,6 Prozent) zum Wachstum beigetragen. Insgesamt bleibt der Marktanteil an Bio-Fleisch mit rund 2 Prozent klein, hat aber ein grosses Wachstumspotenzial. Auch bei Bio-Milchprodukten, -Früchte und –Gemüse wuchs der Biomarkt im Vergleich zum Gesamtmarkt überdurchschnittlich.

Mit diesem starken Wachstum setzt sich der Trend des vergangenen Jahres fort. 2008 wuchs der Bio-Markt nämlich rasant: um 11,2 Prozent, das ist rund doppelt so stark wie der Gesamtmarkt (+ 5,6 Prozent). Der Umsatz mit Bioprodukten betrug 2008 1,44 Mia Franken.

 

Veränderung im Lebensmittelmarkt Jan-Dez 2009 gegenüber Vorjahresperiode

CH

Bio

Konv

Milchprodukte %

-0.8

1.2

-0.9

Milchprodukte CHF (Mio)

-7.5

1.0

-8.5

Käse %

1.3

4.3

1.2

Käse CHF (Mio)

8.5

1.4

7.1

Eier %

4.8

12.9

3.3

Eier CHF (Mio)

6.0

2.5

3.5

Fleisch Total %

2.0

17.3

1.7

Fleisch Total CHF (Mio)

40.6

6.0

34.7

Fleisch Frisch %

1.3

12.7

1.1

Fleisch Frisch CHF (Mio)

12.2

2.2

10.0

Früchte %

-3.3

2.5

-3.7

Früchte CHF (Mio)

-21.0

1.8

-22.2

Gemüse %

-3.5

3.0

-4.3

Gemüse CHF (Mio)

-25.4

2.1

-27.5


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4 Kommentare
3 Jacek Mackowiak schrieb am 20.04.2009 13:43
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Ist der Umsatz mit Bioweinen im Jahr 2008 auch gestiegen?

4 Maradi Melitta, Bio Suisse, Basel schrieb am 31.08.2009 12:27
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Der Umsatz der Bio-Weine in der Schweiz hat sich in den letzten Jahren wie folgt entwickelt:
2004 1.5%; 2005 1.5%; 2006 1.6%; 2007 1.8%; 2008 1.8%.

2 Kessler, Hans-Georg, Bio Suisse, Basel schrieb am 04.02.2009 14:13
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Die Umsatzzahlen wurden vom IHA-Institut erhoben und beziehen sich auf den Umsatz in ausgewählten Detailhandels-Verkaufsstellen. Es geht als um das wertmässige Wachstum beim Verkauf von Bioprodukten. Dieses Wachstum korreliert nur teilweise mit dem mengenmässigen Wachstum.
Dass die Preise für Schlachttiere immer noch die gleichen wie vor 15 Jahren sind, ist aus Sicht der Produzenten natürlich sehr bedauerlich und in Anbetracht der sonst steigenden Teuerung nicht fair. Und übrigens: Vor 20 Jahren waren die Schlachttierpreise sogar noch höher! Die Ursachen dafür liegen bekanntlich bei verschiedenen Faktoren (Direktzahlungen, Grenzschutz, Marktgegebenheiten).
Betreffend Marge: Coop hat in einem Interview (s. bioaktuell Nr. 6/08) erklärt, dass die Marge beim Biofleisch tiefer als beim übrigens Fleisch angesetzt werde. Bio Suisse ist aber bezüglich Preispolitik immer wieder im Gespräch mit Coop.
"Fairer Handel" ist denn auch eine Zielsetzung im neuen Leitbild von Bio Suisse. Den Begriff "fair" versteht Bio Suisse aber umfassend: Fair für Produzenten, Verarbeiter, Handel und KonsumentInnen.

1 Winzap Pius schrieb am 19.11.2008 08:41
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Fragen:

Woher haben sie diese Umsatzzahlen? (Bin selber Direktvermarkter)
Wieso zahlen Bell und Micarna noch immer den gleichen Preis wie vor 15 Jahren für Schlachttiere?
Wie hoch sind die Margen der Grossverteiler?
Kann es die Bio Suisse zulassen, dass die Grossverteiler auf den Buckel der Produzenten ihre Gewinnmargen steigern?
In den Programm Max Havelar födert man einen fairen Handel. Gilt das nur dort, wo man damit für sich werben kann?