Marktsituation Biokalbfleisch
Biokalbfleisch ist gefragt
Wenn auch Rind- oder Lammfleisch typischer sind für die Biofleisch-Produktion, gibt es auch viele treue Biokalbfleisch-Kundinnen und Kunden.
Wichtigster Abnehmer ist Bell, resp. Coop. Auch die verschiedenen Biometzger übernehmen eine bedeutende Zahl von Biokälbern. Seit März 2010 übernimmt hingegen Migros leider keine Biokälber mehr. Das Kalb eignet sich gut für die Direktvermarktung, da es leichter möglich ist, genügend Kunden für die gegenüber einem Rind geringere Fleischmenge zu finden.
Schwankende Kalbfleischpreise
Die je nach Marktlage tiefen Preise für Biokälber stellen die Wirtschaftlichkeit in Frage. Die Ursachen dafür liegen primär am Druck, der ganz allgemein auf dem Kalbfleischsektor lastet. Durch das v.a. im späten Frühjahr oft hohe Angebot an Biokälbern wird die Lage zusätzlich verschärft. Damit die Kälber nicht überschwer werden, was zu einer erheblichen Entwertung des Schlachtkörpers führt, müssen sie flüssig abgesetzt werden können. Während den Situationen mit hohem Angebot besteht somit wenig Verhandlungsspielraum beim Preis.
Bell macht zudem bezüglich Schlachtkörperqualität klare Vorgaben (siehe
Bell-Tax). Bei "kritischen" Kälbern ist es daher ratsam, aufmerksam den Taxierungsentscheid abzuwarten und eine allfällige Rücknahme in Betracht zu ziehen. Teilen Sie darum Ihrem Händler mit, wie er Sie erreichen kann!




