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Informationen zur Schlachtviehvermarktung mit der Knospe - Gebrauch der Vignetten

Für die Vermarktung mit der Knospe braucht es Knospe-Vignetten. Diese können Sie bei Bio Suisse bestellen (Tel. 061 204 66 45 oder  E-Mail).

Informationen zur Schlachtviehvermarktung wie auch zum Gebrauch von Vignetten finden Sie hier: Merkblatt Einsatz von Knospe-Vignetten 2014 (291 KB).

Klassifizierungskurse

Die Branchenorganisation Proviande wird in Zusammenarbeit mit Bio Suisse Klassifizierungskurse für Bioproduzenten und Umstellinteressierte anbieten. Interessierte sind gebeten, sich per E-Mail an  pmfleisch@no-spam.bio-suisse.ch zu melden.

Biorindfleisch

Wenn schon Fleisch produzieren auf dem Biohof, dann Rindfleisch. Denn es wird weitgehend mit Raufutter produziert, konkurriert also nicht die menschliche Ernährung. Das ist ein wichtiges Argument in der Diskussion um den ökologischen Fussabdruck, in welcher der Fleischkonsum in der Kritik steht.

Wer in diesem Segment erfolgreich sein will, kommt dennoch nicht darum herum, sich mit den Themen Genetik und Fütterung vertieft auseinander zu setzen.

Marktaussichten (58 KB)

Marktsituation

Biorindfleisch - verschiedene Wege

Biorindfleisch wird hauptsächlich unter drei verschiedenen Kennzeichnungen vermarktet, die sich auch bezüglich Produktionsweise und -vorschriften unterscheiden.

Knospe-Rindfleisch

Nebst Direktvermarktung können die Knospe-Banktiere bedingt über den Detail- und Fachhandel vermarktet werden. Migros sucht aber vor allem Bio-Weide-Beef und Coop ist insbesondere an der Bio-Natura-Beef Produktion interessiert.

Bio Natura-Beef

Das Rindfleisch aus Mutterkuhhaltung ist der bedeutendste Kanal der Knospe-Bankviehsparte. Rund 7'000 Bio Natura-Beef-Schlachttiere werden jährlich insgesamt vermarktet, davon der grösste Teil über Coop. Natura-Beef ist bei den Konsumentinnen und Konsumenten gefragt und es hat zu wenig Tiere, um die Nachfrage zu befrieden. Es werden deshalb neue Produzenten gesucht. Bio-Natura-Beef eignet sich für Bauern mit Flair für Tierhaltung und für Betriebe mit Grünland, Dauerweiden und Fleischrindergenetik gemäss Natura-Beef-Reglement.

Seit August 2002 bezahlt Coop einen Biozuschlag für die Bio-Natura-Beef. Seit Januar 2013 beträgt der durchschnittliche Jahrespreiszuschlag CHF 2.60 pro kg Schlachtgewicht auf Basis des Munipreises (QM MT). Die Mutterkuhhaltung rechnet sich aber auch dank des guten Natura-Beef-Basispreises. Die Preise können jeweils aktuell bei  Mutterkuh Schweiz eingesehen werden. 

Bio-Weide-Beef (BWB)

Die Migros hat 2010 das Label "Weide-Beef" für qualitativ hochstehendes Rindfleisch aus der Schweiz lanciert. Das Rindfleisch ist in regionalen Migros Genossenschaften in Bioqualität unter "Bio-Weide-Beef" sowie, je nach Region, als Weide-Beef in Kombination mit dem bekannten Label "Aus der Region" erhältlich. Bio-Weide-Beef wird von den Migros-Kunden rege nachgefragt. So wurden im 2013 nochmals beachtlich mehr, nämlich gut 4'000 Bio-Weide-Beef Tiere geschlachtet. Auch in den kommenden Jahren wird sich die Nachfrage nach Bio-Weide-Beef erhöhen: bis 2017 sollen es 7'000 Tiere sein. Migros ist deshalb an weiteren Knospe-Betrieben und umstellwilligen Weide-Beef-Betrieben interessiert.

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Die Systemlieferanten sind L. Silvestri, Fidelio-Pro Beef, IPS KUVAG und Beef Pool GmbH. Hier gelangen Sie zu den Akteuren.

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Gezielt produzieren, was der Markt verlangt

Entscheiden Sie sich für einen für Sie geeigneten Abnehmer und die zu Ihrem Betrieb passende Produktionsrichtung: Bei der Bio-Natura-Beef- und Bio-Weide-Beef-Produktion sind ein angemessener Preis und darum auch die Rentabilität besser gegeben als bei Knospe-Vermarktung ohne diese Zusatz-Deklarationen.

Die Direktvermarktung macht bei Rindfleisch dann Sinn, wenn für das anfallende Fleisch - d.h. für alle Stücke! – genügend Kunden gefunden werden können. Bio Suisse unterstützt die Direktvermarktung mit verschiedenen  Aktivitäten und einem Eintrag auf  www.knospehof.ch.

So oder so – mit guter Qualität, d.h. mit Fleisch von gut bemuskelten und gut ausgemästeten Tieren stehen Ihnen immer mehr Möglichkeiten offen. Die Produktion von Rindern für die Milchviehnachzucht macht nur dann Sinn, wenn die Rinder auch als solche Verwendung finden. Ansonsten ist die Belegung mit Mastrassestieren wirtschaftlicher.

Artikel von bioaktuell 03/14: Schlachtvieh richtig einschätzen und vermarkten (140 KB)