Vermarktung in der Umstellungszeit
Alle Informationen für Umstellungsbetriebe sind auf der Seite "Umstellung" gebündelt.
Mengenentwicklung Biomilch
Produktion
Die jährliche Biomilchproduktion liegt auf dem Niveau von 211'000 Tonnen pro Jahr, das Angebot variiert jedoch stark je nach Saison. Im Sommer 2011 hat sich die Knappheit verschärft und ein Antrag zur Ausnahmebewilligung für Biobutter-Importe wurde an Bio Suisse gestellt. Der zeit- und mengenbefristete Import für die Industrieverarbeitung wurde unter strengen Auflagen erlaubt, um die Versorgung mit Knospe-Backware im Verkauf zu gewährleisten.
Inzwischen hat sich die Situation normalisiert; es ist genug Schweizer Bio-Milch vorhanden. Die Bio-Produzentenorganisationen sind bestrebt, die Produktionsmengen im Gleichgewicht zur Nachfrage zu halten. Denn noch bis in das Jahr 2010 musste ein Teil der Bio-Milch deklassiert werden.
Zurzeit ist die Nachfrage an Bio-Milch sehr gut abgedeckt. Im 2012 wird sich die Produktion um schätzungsweise 4 - 5 Mio. kg erhöhen, dank den Umstellbetrieben, die bereits ab Januar ihre Milch in Knospe-Qualität liefern. Per Ende Februar 2012 wurde 10.4% mehr Bio-Milch gegebenüber dem Vorjahr produziert. Für 2012 ist ein ähnliches Wachstum vorhersehbar.
Der leichte Preisabschlag im 2011 hat dazu beigetragen, dass sich viele Milchbetriebe zur Umstellung auf Bio entschieden haben. Sie werden im 2014 voraussichtlich rund 10 Mio. kg Knospe-Milch auf den Markt bringen. Es ist also zu erwarten, dass das Angebot für die nächsten 2 -3 Jahre ausreichend sein wird. Der Einstieg in den Bio-Milchmarkt für weitere Neu-Umsteller muss im Vorfeld sehr gut abgekärt werden, in Bezug auf Vermarktungsmöglichkeiten mit den Abnehmern.
Knapp 14% für Bioverarbeitung nicht verfügbar
Im 2011 wurden 182'000 Tonnen Bio-Milch in diverse Produkte verarbeitet. Dies sind 3% mehr als im Vorjahr. Es wurde mehr Milch zur Herstellung u.a. von Butter, Trinkmilch und silofreiem Käse benötigt. 29'000 t Biomilch (13.7% der Produktionsmenge) nicht zu Bioprodukten verarbeitet. Ein Teil davon sind Produktionsverluste, die in der Verarbeitung v.a. in den gemischten Industrie-Betrieben (Bio - konventionell) entstehen. Ein weiterer Teil fliesst in den konventionellen Kanal, teilweise zu einem vergleichbar guten Preis, z. B. auf den gemischten Alpen oder in Gebieten, die logistisch an konventionelle Abnehmer besser angeschlossen sind.
Verarbeitung
Das Jahr 2012 hat auch mit einem Wachstum auf der Verarbeitungs-Seite begonnen. In den Monaten Januar und Februar wurden total 3.4 Mio. kg mehr Bio-Milch verarbeitet, verglichen mit der Vorjahresperiode. Butter, Käse, Quark und Joghurt sind die Produktgruppen, die das grösste prozentuelle Wachstum aufweisen. Bei der Butter verzeichnen sich höhere Lagerbestände ab, als in den Vorjahren. Diese lassen erwarten, dass im Sommer 2012 keine Importe notwendig sein werden.
Anteil an der Biomilchverwertung und Wachstum kumuliert im Februar 2012 (73 KB)
Biomilchverwertung in Tonnen, Februar 2012 (56 KB)
Anteil der Biomilchverwertung am gesamten Biomilchmarkt (60 KB)
Anteil der Biomilchprodukte an der gesamten Milchverwertung (bio und konventionell) (81 KB)

- Anteil an der Bio-Milchverwertung und Bio-Wachstum kumuliert: Februar 2012 (Quelle: TSM)




