Ansprechpartner
Hans-Georg Kessler
Produktmanager Fleisch und Geflügel
Margarethenstrasse 87
4053 Basel
Tel.: 061 385 96 56
Fax: 061 385 96 11
E-Mail
www.bio-suisse.ch
Poulet
Marktsituation
Biomastpoulets - anders und anspruchsvoll
Bio und artgerecht
Bei der Produktion von Mastpoulets sind die Unterschiede zwischen konventioneller und Knospe-Produktion besonders frappant. Während konventionell (inkl. konv. Labels) i.d.R. in festen Ställen mit mehreren tausend Tieren produziert sind, erlauben die Knospe-Richtlinien eine max. Herdengrösse von 500 Poulets. Zudem ist der Weidewechsel nach jedem Umtrieb sowie Weideruhe vorgeschrieben, was praktisch nur mit mobilen Ställen gewährleistet werden kann. Die Verwendung extensiver Linien, ein Schlachtung nicht vor 63 Tagen und ein Tierbesatz von max. 20kg LG/ m2 im Stall – die TschV erlaubt 30kg LG pro m2! – sind weitere Vorschriften, die eine Billig-Massenproduktion ausschliessen und eine artgerechte Haltung erlauben. Die mobilen Ställe und der Weidewechsel sind auch nötig, weil die Biofütterung keine vorbeugend verabreichten Kokzidiostatika erlaubt.
Nur mit Vertrag
Die Vorschriften bedingen auch eine entsprechende Abgeltung des Mehraufwands, den der Biotierhalter leistet. Darum ist die Produktion von Bio-Mastpoulets nur mit einem entsprechenden Abnahme-Vertrag – oder einer anderen sicheren Absatzmöglichkeit (z.B. Direktvermarktung) zu guten Preisen – zu verantworten.
Pionier bei dieser speziellen Produktionsart war der Wendelinhof der Familie Vock in Niederwil (www.wendelinhof.ch), der seit 20 Jahren mit der Produktion von Biopoulets begann. Mittlerweile sind die Grossverteiler Coop und Migros mit ihren Fleisch-Zulieferern Bell und Micarna die bedeutensten Abnehmer von Biopoulets.
Warum nur Pouletbrust?
Entsprechend den Unterschieden bei der Produktion ist auch die Qualität des Biopouletfleischs anders – und besser! Untersuchungen belegen, dass der Weidegang sich auch sehr positiv in der Zusammensetzung des Fleischs bemerkbar macht.
Biopoulets sind darum – trotz erheblicher Preisdifferenz zum konventionellen Pendent – sehr gefragt. Leider wird das Brustfleisch ungleich stärker nachgefragt als die Schenkel oder Flügel. Dieses Problem der ungenügend «integralen Verwertung» ist denn auch der limitierende Faktor der Biopouletproduktion. Verschiedene Anstrengungen mit «Poulet-Convenience» waren bisher wenig erfolgreich. Nichtsdestotrotz sucht Bio Suisse auch hier bessere Absatzmöglichkeiten mit neuen Abnehmern.






