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Eigenmechanisierung ist im Nebenerwerbsbetrieb teuer

Selbstfahrmäher mit Front- und Seitenmähwerk inklusive Aufbereiter im Einsatz
Foto: © Landw. Institut Grangeneuve, Stefan Dubach

Die Mechanisierung der Landwirtschaft ist eine Erfolgsgeschichte. Die Traktoren und Maschinen werden immer besser, schneller, grösser aber auch teurer. Während viele Vollerwerbsbetriebe wachsen und effizienter werden, können Nebenerwerbsbetriebe ihre Betriebsfläche kaum vergrössern. Im Ackerbau vergeben Nebenerwerbsbetriebe Arbeiten deshalb vielfach an Lohnunternehmer. Im Futterbau hat die Eigenmechanisierung auch bei Biobetrieben aber noch immer einen hohen Stellenwert. Ob diese Eigenmechanisierung sinnvoll und wirtschaftlich tragbar ist, muss in vielen Fällen bezweifelt werden. Je mehr sich die Arbeitszeit bei Kleinbetrieben auf den Nebenerwerb verlagert, desto leistungsfähiger müssten eigentlich die eigenen Maschinen sein. Gefragt ist eine ähnliche Effizienz wie bei den grösseren Betrieben. Falls man sich für eigene kleinere und kostengünstigere Maschinen entscheidet, muss man mit tieferer Leistung und Schlagkraft Vorlieb nehmen. Damit verbunden ist ein reduziertes Auswärtspensum zu Gunsten der Bewirtschaftung auf dem Hof.

Auf kleinen Betrieben gibt es noch immer viel Potenzial um Kosten zu senken und gleichzeitig die Schlagkraft zu steigern. Das Rezept: Die Eigenmechanisierung konsequent reduzieren, maschinelle Arbeiten auch im Grünland an Partnerbetriebe oder Lohnunternehmer vergeben. So ergibt sich eine Entlastung in zeitlicher und finanzieller Hinsicht auf dem Nebenerwerbs- oder Kleinbetrieb. Dabei sollte man sich nicht von einer als hoch erscheinenden Abrechnung des Lohnunternehmers verunsichern lassen. Die eigene Mechanisierung ist immer teurer!