Pflanzenbau
Ein gesunder und fruchtbarer Boden bildet die Grundlage jedes Biobetriebes. Durch den Verzicht auf chemisch-synthetische Hilfsmittel erhalten vorbeugende Kulturmassnahmen eine besondere Bedeutung. Im Acker- und Gemüsebau ist eine ausgeklügelte Fruchtfolge entscheidend, in Dauerkulturen sind es die ökologische Gestaltung der Umgebung und die Wahl der richtigen Sorte. Da die Qualitätsansprüche an Bioprodukte gleich hoch sind wie für konventionelle Produkte, müssen Schädlinge gezielt mit natürlichen Pflanzenschutzmitteln aus Pflanzenextrakten und dem Einsatz von Nützlingen reguliert werden. Die Züchtung neuer Sorten hat dazu geführt, dass im Ackerbau mit Ausnahme der Kartoffel keine Fungizide eingesetzt werden müssen. Für die effiziente Unkrautregulierung stehen dem Biobauer bewährte Geräte wie Striegel aber auch Neuentwicklungen wie kameragesteuerte Hackgeräte zur Verfügung. Trotz der Nutzung aller zur Verfügung stehenden Techniken bleibt dem Biobauer ein höheres Risiko und bedeutend Mehrarbeit für die Unkrautregulierung und das Ausbringen der Hofdünger.
- Eine blütenreiche Ökowiese anlegen
- Ökowiesen sorgfältig nutzen
- Kleinraubtiere fressen viele Mäuse
- Vernetzter Lebensraum fördert wilde Tiere
Werden Ökoflächen durch kleine Elemente vernetzt, ist der Gesamtnutzen ungleich höher, weil die wilden Tiere besser zirkulieren können. - Neue Hecken für eine blühende Landschaft
- Jungsträucher müssen nicht bio sein
- Lebendige Hecken dank regelmässiger Pflege
- Merkblatt «Risiken beim Einsatz von Fremdmaschinen»
- Abdrift vermeiden
Mit Pufferstreifen die Kontamination durch chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel vermeiden - Stickstoff gezielt wachsen lassen
Mit Wintererbsen als Zwischenfrucht können bis zu 150 kg Stickstoff pro Hektare produziert werden. - Düngen mit fremdem Kompost
Für die Kompostierung sind nur natürliches, unbelastetes Grüngut, Haushalt- und Gartenabfälle, Holzschnitzel oder ähnliches zugelassen. Die Zertifizierungsstelle kann weitere organische und anorganische Materialien zulassen, wenn deren Unbedenklichkeit nachgewiesen ist. - Mit Köpfchen gegen Mäuseplage
Bei einer Mäuseplage lohnt es sich, die Situation genau zu analysieren, bevor man zur Bekämpfung schreitet. Wie Letztere auf dem Biobetrieb aussehen kann, hat Bio Suisse in einer MKA-Ausführungsbestimmung festgelegt. Hier werden die erlaubten Massnahmen dargestellt, ergänzt mit praktischen Tipps der Mauser-Profis Jean Malevez und Kathrin Hirsbrunner.
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