Bioackerbautag

9. Juni 2016
in Brütten ZH

Der Bioackerbautag auf
Bioackerbautag.ch
bioaktuell.ch
Flyer (817 KB)

Alle Publikationen des FiBL zum Pflanzenbau im
FiBL-Shop

Die Veranstaltungen zum Pflanzenbaubau in der
Agenda

Adressen für den Biolandbau
Adressen

Legende

Beraterinfo
Richtlinieninfo
Praktikertipp
Frage - Antwort
Dossier
Film, Fotostrecke

Pflanzenbau

Ein gesunder und fruchtbarer Boden bildet die Grundlage jedes Biobetriebes. Durch den Verzicht auf chemisch-synthetische Hilfsmittel erhalten vorbeugende Kulturmassnahmen eine besondere Bedeutung. Im Acker- und Gemüsebau ist eine ausgeklügelte Fruchtfolge entscheidend, in Dauerkulturen sind es die ökologische Gestaltung der Umgebung und die Wahl der richtigen Sorte. Da die Qualitätsansprüche an Bioprodukte gleich hoch sind wie für konventionelle Produkte, müssen Schädlinge gezielt mit natürlichen Pflanzenschutzmitteln aus Pflanzenextrakten und dem Einsatz von Nützlingen reguliert werden. Die Züchtung neuer Sorten hat dazu geführt, dass im Ackerbau mit Ausnahme der Kartoffel keine Fungizide eingesetzt werden müssen. Für die effiziente Unkrautregulierung stehen dem Biobauer bewährte Geräte wie Striegel aber auch Neuentwicklungen wie kameragesteuerte Hackgeräte zur Verfügung. Trotz der Nutzung aller zur Verfügung stehenden Techniken bleibt dem Biobauer ein höheres Risiko und bedeutend Mehrarbeit für die Unkrautregulierung und das Ausbringen der Hofdünger.

Möchten Sie zu einem Pflanzenbauthema einen Kommentar schreiben oder auf einen Kommentar antworten?
Zum Kommentartool (befindet sich unten auf dieser Seite)

Ihre Meinung?

Äussern Sie Ihre Meinung zum Artikel! Teilen Sie Ihre Erfahrung zum Thema mit anderen Praktikern!

Einen Kommentar schreiben



9 Kommentare
8 Hurni Peter schrieb am 14.12.2014 13:38
Auf diesen Beitrag antworten E-Mail

Guten Tag,

um den Kupfereinsatz in Kartoffeln zu senken werden Mischungen mit Oel und oder anderen Produkten gespritzt. Gibt es Erfahrungen oder Patentrezepte darüber?

Vielen Dank

9 Schild, Marion, Frick schrieb am 08.02.2016 16:48
Auf diesen Beitrag antworten E-Mail

Guten Tag Herr Hurni,

das Ziel dieser Zusatzstoffe auf Öl-Basis ist grundsätzlich, das Netz- und Haftvermögen der eingesetzten Pflanzenschutzmittel zu erhöhen. Bis anhin sind nur Heliosol (Omya) und Profital (Biocontrol) auf der FiBL-Betriebsmittelliste 2016 aufgeführt, die im Ackerbau zugelassen sind. Im Kartoffelanbau werden diese Produkte zum Teil eingesetzt, das FiBL hat die Wirksamkeit dieser Produkte in Kombination mit Kupfer jedoch noch nicht getestet. Bei starker Sonneneinstrahlung ist wegen Verbrennungssymptomen auf den Blättern sicher Vorsicht geboten.

7 Dorah Züst schrieb am 07.12.2013 18:20
Auf diesen Beitrag antworten E-Mail

Sehr geehrtes Team!

Als ich noch ein Kind war ( vor 60 ) Jahren, lagen neben unserem Haus die Felder ab und zu brach. Also, man liess sie ein Jahr brach lieben. Der Ausdruck brach stammt ev. aus dem Hebräischen wo Bracha, was Segen heisst.

Im alten Testament wurde den Isrealiten verordnet das Feld jeweis ein Jahr lang, eben brach ruhen zu lassen.

Befolgen sie diese Anordnung vom Schöpfer auch noch?

Hinter dem Erholen des Feldes liegt sicher ein noch tieferer Sinn. Danke für Ihre Antwort und mit freundlichen Grüssen

Dorah Züst

6 Didier schrieb am 05.05.2013 14:09
Auf diesen Beitrag antworten E-Mail

Der BIO Landbau bringt bei richtiger Anwendung mehr Ertrag als konventioneller chemischer Landbau. Die Bauern in Indien haben das gerade erst festgestellt. Die Bauern welche auf Monsanto Saatgut gesetzt haben, begehen gerade reihenweise Selbstmord. Die Hintergründe dafür kann jeder leicht selbst ausfindig machen. Landbau auf ökologisch sinnvolle Art und Weise mit Mikroorganismen bringt die Vielfalt und die hohe Qualität der Nahrungsmittel zurück. Besonders die Böden werden nicht mehr mit Chemikalien und Monokulturen belastet und können sich so natürlich erholen. Dadurch erholt sich auch das Grundwasser, was die meisten völlig vergessen.

5 Strauss Max 8545 Rickenbach schrieb am 10.02.2013 04:17
Auf diesen Beitrag antworten E-Mail

Erfahrungen mit Kupfereinsatz

Vor allem im Rebbau wird es zURZEIT nicht ohne Kupfer gehen. Viele PIWI-Sorten sind noch nicht vollresistent.

Im Obstbau sieht es ähnlich aus. In einem nassen Jahr wie 2012 der Fall, wo selbst die "Konventionellen" ihre Mühe hatten mit dem Pflanzenschutz, kommen wir nur mit schwefelhaltigen Tonerdeprodukten nicht durch. Also wiederum ein neuer Kick an die Forschung für Kupferersatz zu kämpfen. Wer beim heutigen Stand der Technik jährlich Erträge möchte, kommt nicht um das Kupfer herum.

Fazit: Wenn es kein Kupfer mehr gibt, gibt es auch keine Bio-Produktion mehr.

www.weinland-strauss.ch

4 Speiser Bernhard, FiBL, Frick schrieb am 27.06.2011 09:29
Auf diesen Beitrag antworten E-Mail

Sehr geehrte Frau Wyssmüller

Leider gibt es ein paar Pflanzenkrankheiten, welche im Biolandbau bisher nicht anders als mit Kupferprodukten bekämpft werden können. In diesen Fällen ist der Kupfereinsatz erlaubt. Er gibt jedoch verbindliche festgelegte (und kontrollierte) Höchstmengen, welche sehr tief sind im Vergleich zu den Mengen, welche früher verwendet wurden. Das FiBL arbeitet seit Jahren an Forschungsprojekten mit dem Ziel, den Kupfereinsatz noch weiter zu reduzieren und schlussendlich ganz darauf zu verzichten.

Bei den verwendeten Mengen kann keine Rede davon sein, dass sie „sehr schädlich für die Böden“ seien. Auch langjährige Biobetriebe, welche regelmässig Kupfer einsetzen müssen, haben eine ausgezeichnete Bodenfruchtbarkeit. Es stimmt auch nicht, dass Kupferprodukte giftige Rückstände in Lebensmitteln zurücklassen. In der Schweiz kommen ausschliesslich Produkte zum Einsatz, welche vom Bundesamt für Landwirtschaft bewilligt wurden. Im Bewilligungsverfahren werden auch das Bundesamt für Umwelt und das Bundesamt für Gesundheit angehört, und die von ihnen angesprochenen Themen werden berücksichtigt.

Eine vollstängige Übersicht über alle im Schweizer Biolandbau erlaubten Produkte finden Sie unter www.betriebsmittelliste.ch.

Mit freundlichen Grüssen

Dr. Bernhard Speiser

Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL)

Ackerstrasse, CH-5070 Frick

3 Wyssmüller Doris, Seedorf schrieb am 17.06.2011 23:18
Auf diesen Beitrag antworten E-Mail

Guten Tag,

Vermehrt habe ich in letzter Zeit gehört dass beim Pflanzenbau nach Biorichtlinien zwar auf chemisch-synthetische Hilfsmittel verzichtet wird, stattdessen aber mit Kupferwasser gespritzt wird, was wiederum sehr schädlich sei für die Böden und giftige Rückstände in den Lebensmitteln zurücklasse.

Könnten Sie mir dazu nähere Informationen geben? (bin Laie)

Mit bestem Dank und Grüssen,

Doris Wyssmüller

1 Wyer Peter, Brig schrieb am 17.03.2010 10:11
Auf diesen Beitrag antworten E-Mail

Ist Previcur n ein Fungizid das für den Biolandbau zugelassen ist?

Für Ihre Auskunft danke ich Ihnen bestens.

2 Schmutz Res, FiBL Beratung, Frick schrieb am 17.03.2010 11:48
Auf diesen Beitrag antworten E-Mail

Guten Tag Herr Wyer

Previcur ist chemisch-synthetisches Fungizid und somit im Biolandbau nicht zugelassen. Sämtliche zugelassenen Pflanzenschutzmittel (Positivliste) sind in der Betriebsmittelliste des FiBL aufgeführt. Was nicht aufgeführt ist, ist verboten. Die Betriebsmittel finden Sie als PDF unter "Bioregelwerk" (Randspalte links auf dieser Webseite).

Für weitergehende Auskünfte zu Pflanzenschutzproblemen wenden Sie sich an die FiBL-Beratung unter "Adressen" auf dieser Webseite.

Freundliche Grüsse

Res Schmutz

###PAGEBROWSER
 

WERBUNG