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Rückblick Qualität Bioweizen 2011

Grüne Weizenaehren
Im Jahr 2011 gab es Erträge wie noch nie zuvor

Die diesjährige Weizenernte zeichnete sich durch sehr hohe Erträge und eine mässige Qualität aus. Für die Bio-Qualitäts-Kampagne 2011 sind rund 150 Proben  eingegangen. Diese wurden im Labor von Peter Kunz auf Qualitätsmerkmale analysiert. Die Erträge und die Anbaudaten wurden mit einem Fragebogen ermittelt. Die Proben zeichneten sich durch hohe Hektolitergewichte bei einem Mittelwert von 81.3 kg/hl aus. Die Proteingehalte lagen mit durchschnittlich 12.2 % leicht tiefer als im Vorjahr (12.5%). Nachdem im letzten Jahr beim Feuchtgluten ein Durchschnittswert von 30.1 % erreicht wurde, betrug er in diesem Jahr nur noch 26.4 %. Hohe Feuchtglutengehalte (über 29 %) bewirken insbesondere in der industriellen Verarbeitung elastische Teiglinge mit hohem Wasseraufnahmevermögen und eignen sich für Spezialgebäcke wie Zopf oder Gipfeli.

Die schwachen Qualitätswerte erklären sich teilweise durch hohe Erträge, was ein Verdünnungseffekt mit sich bringt. Der Durchschnittsertrag von Bioweizen ist mit fast 50 Kilo pro Are so hoch ausgefallen wie noch nie (Vorjahr 44.4 Kilo pro Are). Durch die trockene Witterung im Frühjahr fand die Mineralisierung der Stickstoffdünger erst in der zweiten Vegetationshälfte statt. Dort wo genügend Wasser vorhanden war, wurde das Korn erstaunlich gut gefüllt. Organische Handelsdünger wirkten wie im Vorjahr wegen der Trockenheit zu spät.