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Kartoffeln früh düngen

Kartoffelfeld mit unterschiedlich entwickelten Stauden.
Kartoffeln brauchen ausreichend Stickstoff: Knapp versorgt mit Grunddünger (rechts) und mit Zugabe von organischem Handelsdünger (links).

Die Kartoffeln benötigen vom Auflaufen bis zur Knollenbildung viel Stickstoff. Eine ausreichende Versorgung ist die wichtigste Voraussetzung für gute Erträge. Je nach Sorte und Standort rechnet man mit 80 bis 130 kg verfügbarem Stickstoff pro Hektare. Der eingesetzte Stickstoff muss rechtzeitig verfügbar sein. Zu späte Düngergaben wirken sich nachteilig aus. Die Pflanzen reifen schlecht ab, die Krautentfernung ist erschwert und die Qualität ist schlecht. Mit den im Biolandbau zur Verfügung stehenden Hofdüngern ist die Steuerung der Stickstoffnachlieferung gar nicht so einfach.

Am schwierigsten ist es beim Mist. Damit der Stickstoff bis zur Knollenbildung zur Verfügung steht, ist es besser, den Mist bereits zur Vorkultur auszubringen. Zudem sollte der Mist wegen der Gefahr von Dry Core kompostiert werden. Auch Gülle muss sehr früh gegeben werden, bereits zur Vorkultur oder spätestens bis zu einer Staudenhöhe von 10 cm. Spätere Güllegaben fördern nur noch das Krautwachstum und verzögern das Abreifen der Knollen. Grundsätzlich sollten die Dünger vor dem ersten Hackdurchgang ausgebracht und eingearbeitet werden.

Organische Handelsdünger ermöglichen eine genauere Steuerung des Stickstoffangebots. Sie sollen nicht alleine, sondern ergänzend zu den Hofdüngern ausgebracht werden. Die Kosten für organische Handelsdünger können je nach Jahr und Standort mehr als kompensiert werden. Bei einer Ausbringmenge von 50 kg pro ha braucht es beispielsweise einen Mehrertrag von nur 7 dt pro ha um die zusätzlichen Kosten zu decken. In Versuchen mit Biorga Quick konnte der Ertrag je nach Düngergabe und Standort um bis zu 30 % gesteigert werden.

Weiterführende Informationen siehe:

Merkblatt Biokartoffeln (im FiBL-Shop)