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Nach Erbsen-Gersten-Gemenge keinen Weizen anbauen

- Ausgereifte Mischkultur aus Eiweisserbsen und Gerste, kurz vor der Ernte
Die zurzeit im Schweizer Ackerbau am häufigsten angebaute Mischkultur ist Eiweisserbsen/Gerste mit folgenden Anteilen:
- Eiweisserbsen: 80 Prozent der Saatmenge einer Reinkultur
- Gerste: 40 Prozent der Saatmenge einer Reinkultur
Bei einer solchen Mischung will man einen möglichst hohen Eiweisserbsenertrag erzielen. Sie sollte aber höchstens alle sieben Jahre angebaut werden, gleich wie bei reinen Eiweisserbsen. Bei einem so hohen Erbsenanteil sollten der Mischkultur keine stickstoffhaltigen Dünger zugeführt werden und trotzdem kann sie am Ende der Fruchtfolge stehen.
Bei einer Mischkultur mit tiefem Gerstenanteil kann davon ausgegangen werden, dass die Mikroflora im Boden ausgeglichener ist als nach reiner Gerste. Deshalb ist gut vorstellbar, dass der Boden nach der Mischkultur weniger durch Halmbruchkrankheit und Schwarzbeinigkeit verseucht ist als nach reiner Gerste. Aber man hat keine Gewissheit. Deshalb sollte nach Eiweisserbsen/Gerste kein Weizen angebaut werden.
Diese Empfehlung ist in trockenen Jahren noch wichtiger. Denn die Erbsen leiden stärker unter Trockenheit als die Gerste, sodass diese überhandnimmt.
Autor: Maurice Clerc, FiBL Beratung






