Ansprechpartner
Hans-Georg Kessler
Projektleiter Ölsaaten
Beim Bahnhof
4936 Kleindietwil
Tel. 062 957 80 53
Fax 062 957 80 59
E-Mail
www.biofarm.ch
Ansprechpartner
Hansueli Dierauer
FiBL Beratung
Ackerstrasse
5070 Frick
Tel. 062 865 72 65
Fax 062 865 72 73
Mobil 079 743 34 02
E-Mail
www.fibl.org
Anbauempfehlungen für Biosonnenblumen
Produzenten für Biosonnenblumen gesucht
Kaltgepresste Schweizer Bioöle sind gefragt. Neben dem Rapsöl gewinnt das kaltgepresste Sonnenblumenöl im Grosshandel an Bedeutung. Deshalb kann Biofarm 2011 erstmals einen fixen Preis von 140 Franken pro Dezitonne auszahlen. Bisher waren nur 110 Franken möglich. Um das Projekt zu realisieren sucht Biofarm Produzenten für eine Fläche von mindestens 30 Hektaren.
Für den Anbau eignen sich die milden, nebelarmen Gebiete entlang des Rheins von Schaffhausen bis Basel sowie um den Genfersee. In diesen Regionen gibt es Sammelstellen, welche die Sonnenblumen abnehmen. Interessierte Biobauern melden sich bei Stefanie Bergmann (Kasten rechts). Sie organisiert die Abgabe bei den Sammelstellen und schliesst die Anbauverträge ab.
Die Sortenauswahl ist sehr eingeschränkt. Es gibt nur eine Sorte, welche ungebeizt erhältlich ist, nämlich LG5380. Gebeiztes Saatgut darf auf keinen Fall verwendet werden.
Pflanzenschutz
Sonnenblumen sind weniger grossen Risiken ausgesetzt als Raps. Bei früher Saat mit nachfolgend ungünstigen Wetterbedingungen und langsamen Auflaufen besteht die Gefahr des Vogel- und Schneckenfrasses. Die Vögel trennen die Keimblätter ganz ab. Meistens handel es sich um Spatzen und andere Kleinvögel, nicht aber um Krähen.Isolierte Parzellen und Parzellen entlang von Wäldern und Hecken sind dem Vogelfrass besonders ausgesetzt. Grössere, zusammenhängende Parzellen von mindesten 1.5 Hektaren sind viel weniger gefährdet.
Schnecken können bis zum Sechsblattstadium Schäden anrichten. Der Einsatz von Bioschneckenködern ist in Sonnenblumen erlaubt. Oft werden die Keimlinge schon unterirdisch oder gerade beim Auflaufen abgefressen. Als vorbeugende Massnahme ist ein eher feinkrümeliges, gut abgesetztes Saatbett zu empfehlen. Es kann zudem gewalzt werden. Gegen Blattläuse darf nicht gespritzt werden. Diese richten normalerweise auch keine grösseren Schäden an.
Unkrautregulierung
Sonnenblumen reagieren in der Jugendentwicklung empfindlich auf Unkraut. Der erste Hackdurchgang sollte, sobald die Reihen zu sehen sind, mit einer Gänsefussscharhacke erfolgen, der zweite und dritte Durchgang erfolgt am besten mit einer Sternhacke und leichtem Anhäufeln. Mit dem Säen kann zugewartet werden bis die Bodentemperaturen in fünf Zentimeter Tiefe acht Grad Celsius erreicht haben.
Autor: Hansueli Dierauer, FiBL Beratung
Für weiterführende Informationen siehe:
Merkblatt Biosonnenblumen (im FiBL-Shop)
Sortenliste Ackerkulturen und Futterbau (im FiBL-Shop)









