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Mischkulturen unterdrücken Unkraut und sind standfest
Eiweisserbsen und Ackerbohnen sind einheimische Kulturpflanzen, die seit Jahren züchterisch nur wenig weiterentwickelt wurden. Im Vergleich dazu wurde in der Schweiz viel in die Sojazüchtung investiert. Trotzdem sind auch die heutigen Sojasorten immer noch sehr wärmebedürftig, sie laufen zudem langsam auf und reifen spät ab. Die Kulturperiode und der Abreifungsprozess dauern lange. Das Unkraut kann sich während dieser Phase meist ungehemmt entwickeln.
Ackerbohnen laufen auch langsam auf. Mit genügend Niederschlägen decken sie den Boden aber bald zu und beschatten ihn dank ihrem kräftigen Wuchs bis zur Ernte. Die Kultur bleibt «sauber». Eiweisserbsen gleichen im Wuchs eher den Sojabohnen. Zudem lagern die Erbsen meistens vor der Ernte. Mit einer Stützfrucht wird die Standfestigkeit entscheidend verbessert. Das hat zur Folge, dass weniger Unkraut auflaufen kann und die Erntbarkeit entscheidend verbessert wird. Als beste Stützfrucht hat sich Gerste erwiesen. Sie hat das gleiche Abreifeverhalten wie die Eiweisserbse.
Mischkulturenversuche des FiBL
Die Versuche haben gezeigt, dass auf eine Düngung ganz verzichtet werden sollte. Ansonsten wird das Getreide zu stark gefördert und die Eiweisserbsen werden unterdrückt. In den Versuchen 2009-2011 wurde der Schwerpunkt auf das richtige Mischungsverhältnis gelegt. Ein Mischungsverhältnis von 80 Prozent der üblichen Saatmenge bei Eiweisserbsen und 40 Prozent der Normalsaat von Gerste hat sich bisher am besten bewährt. Die Verfahren sind jedoch noch nicht standardisiert.
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Weiterführende Informationen
Mischkulturenanbau Praxisversuche 2010 (1.1 MB)
Mischkulturenanbau Praxisversuche 2009 (978 KB)
Mischkulturenanbau Praxisversuche 2011 (1.6 MB)








