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Tobias Studer

Tobias Studer
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Luzerne - Königin der Futterpflanzen

In guten Lagen kann Luzerne bis zu vier Mal genutzt werden.

Als eine der trockenheitstolerantesten Futterpflanzen könnte die Luzerne mit zunehmender Klimaveränderung in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Wegen des hohen Eiweissgehaltes ist die Luzerne äusserst interessant als Trockenfutter aus einheimischer Produktion. Am besten eignet sich die Luzerne für die Heisslufttrocknung und Herstellung von Luzernegrünmehl. Diese Konservierung verbraucht leider viel Energie. Bei der Bodentrocknung können hingegen grosse Bröckelverluste entstehen.

Das Grünmehl aus frühen Schnitten weist hohe Gehalte an verdaulichem Rohprotein, gute Energiewerte und einen ansprechenden Karotingehalt auf. Bei der Mehlverfütterung ist die äusserst wertvolle Strukturwirkung, wie sie gehäckseltes Luzerne-Dürrfutter aufweist, nicht vorhanden. Reine Luzernebestände sind wegen des niedrigen Zucker- und hohen Eiweissgehaltes schwierig zu silieren. Damit die Luzerne nicht zu stark «verholzt» sollte sie für die Grünnutzung, aber auch für die Konservierung bei Blühbeginn geschnitten werden.

Als tiefwurzelnde und bodenaufschliessende Pflanze eignet sich die Luzerne gut als Vorfrucht und Gründüngung. Die Ernterückstände hinterlassen nicht nur 60 bis 70 Dezitonnen Frischsubstanz organisches Material pro Hektare zur Verbesserung der Bodenstruktur, sondern stellen über die Knöllchenbakterien auch bis zu 250 Kilo Stickstoff pro Hektare für die Nachkultur zur Verfügung.

Um ein schnelles und gleichmässiges Nachwachsen nach dem Schnitt zu fördern, sollte nicht tiefer als sieben Zentimeter geschnitten werden. Die ideale Aussaatperiode für Luzerne als Reinkultur oder in Mischung ist Mitte April bis Mitte August. Luzerne bevorzugt Böden ohne Staunässe mit einem pH-Wert über 6.5.