Interreg-Projekt

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Neue Birnensorten
Neue, wenig schorfanfällige Birnensorten könnten dem Biobirnenanbau Schub verleihen.
Das betrifft vor allem die Sorten Hortensia, Concorde und Uta. Sie könnten das Birnensortiment verbessern und vervollständigen. Die nachfolgend beschriebenen Sorten wurden getestet im Rahmen des Interreg IV A Programmes (Frankreich-Schweiz).
Liste der getesteten Birnensorten und deren Eigenschaften (auf französisch)
Hortensia
Es handelt sich um eine Kreuzung zwischen Winterforelle und Claps Liebling. Hortensia wächst kräftig, aber die hohe Produktivität beruhigt das Wachstum rasch. Die Früchte haben leuchtend rote Backen und eine gelbe Grundfarbe. Hortensia ist gut lagerfähig und deshalb prädestiniert für den Genuss im Januar und Februar.
Concorde
Diese Birne ist hervorgegangen aus den Sorten Comice und Conférence. Concorde hat sich zwar in der konventionellen Produktion nicht etabliert, könnte aber auf Grund ihrer guten Toleranz gegenüber Krankheiten und Pflanzenschutzmitteln (Schwefel und Neem) in Zukunft im Bioanbau eine gewisse Rolle spielen. Zudem hat die Birne eine gängige Grösse, ist lagerfähig und wird bei Degustationen gut benotet.
Uta
Die Eltern dieser Sorte sind Madame Verte und Bosc. Uta ist ertragreich, hat eine wenig empfindliche Haut und eignet sich für die Lagerung. Bei Degustationen liegt sie in den Spitzenrängen. Im Frühjahr 2010 wurden einige Tonnen aus Österreich importiert, um das geringe einheimische Angebot zu ergänzen. Uta verträgt sich schlecht mit der Quittenunterlage. Deshalb müssen Sämlingsunterlagen verwendet werden.
Die Sorte Xenia-Novembra (Triomphe de Vienne X Decana) verblüfft durch ihre grosse Fruchtbarkeit. Sie muss weiterverfolgt werden.
Unter den übrigen getesteten Sorten haben Angélis, Valérac und Rocksolana beim Geschmack viel Potential. Ihr Anbau unter Biobedingungen wird weiter untersucht, ebenso wie bei den Sorten NP 852, NP 3058 und Dolacomi.
Was wird sonst noch untersucht?
Die Unterlage OHF 87 Farold Daytor gehört zur Familie der Birnbäume mit Feuerbrandtoleranz. Die Unterlage wird auf sieben Sorten mit der Quittenunterlage BA 29 verglichen.
Die Bekämpfung der Mehligen Birnenblattlaus bei Neem-empfindlichen Sorten, die Freihaltung des Baumstreifens und die Bestäubung werden ebenfalls im Rahmen des Interreg IV A – Programmes erforscht.
Autor: Jean-Luc Tschabold










