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Andreas Häseli
FiBL Beratung
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Pflanzung der Hochstammbäume
Der Spätherbst ist die ideale Pflanzzeit für Obstbäume. So kann sich bis ins Frühjahr ein guter Bodenschluss einstellen, der das Anwachsen begünstig. In frostfreien Perioden kann auch im Winter bis ins Frühjahr gepflanzt werden. Die Wurzeln der Bäume müssen, von der Baumschule, über ein eventuelles Zwischenlagern in einem Einschlag, bis zum Pflanzen stets feucht gehalten und gut vor Mäusefrass geschützt werden. Hochstammbäume sollten deshalb mit einem Mäuseschutzgitter gepflanzt werden. Dies schützt vor einem teuren Baumausfall, entbindet aber nicht von der periodischen Mäusekontrolle.
Für Biobetriebe ist die Verwendung von Pflanzgut aus biologischem Anbau obligatorisch. Bei Hochstämmen dürfen aber bis zu fünf Bäume pro Jahr aus einer konventionellen Baumschule stammen, wenn die Transportkosten für die Biobäume unverhältnismässig hoch sind.
Für Apfelhochstämme haben sich wie im Niederstammanbau krankheitsresistente Sorten bewährt. Sie bieten am ehesten Gewähr, auch bei extensivem Pflanzenschutz gesunde Bäume zu bilden und einen Teil Obst in Tafelqualität zu liefern. Wie beim Niederstammanbau stehen für diesen Zweck Sorten wie Topaz, Otava, Rubinola, Resi, Rajka, und Ariwa im Vordergrund. Daneben gibt es viele weitere robuste Sorten für verschiedene Verwendungszwecke (siehe Sortenempfehlungen FiBL).
Bei Kirschen-Hochstammbäumen sollten aus ökonomischen Gründen ausschliesslich schüttelbare Sorten gepflanzt werden. Aus diesem Sortiment ragen zurzeit Sorten wie Dolleseppler, Benjaminler und als Befruchtersorte Wölflisteiner heraus. Sie eignen sich gut für die industrielle Verarbeitung und sind tolerant gegenüber der Moniliakrankheit, die vor allem im Bioanbau gefürchtet wird.
Für weiterführende Informationen siehe:
Sorten für den biologischen Obstbau auf Hochstämmen
Biologischer Anbau von Hochstammobst







