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Birnen: Regulierung der Birnenpockenmilbe
Versuche von FiBL und Agroscope ACW Changins-Wädenswil bestätigen die gute Wirkung von Schwefelbehandlungen gegen die Birnenpockenmilbe. In befallenen Anlagen ist die Behandlung mit Schwefel (2 %) nach der Birnenernte empfohlen.
Die Birnenpockenmilbe verursacht während der Blütezeit charakteristische Pocken auf den Blättern und Blüten von Birnen. Da sich die Milben im Inneren der Blattpocken aufhalten, sind sie weitgehend vor Pflanzenschutzmitteln geschützt. Bisher beschränkte sich die Bekämpfung auf Mineralölbehandlungen im zeitigen Frühjahr. Zu dieser Zeit verlassen die Milben die Winterverstecke und besiedeln die jungen Blätter. Diese Bekämpfung brachte jedoch selten den gewünschten Erfolg.
Bis 2004 wurde der Zeitpunkt der Herbstwanderung der Milben nicht für eine Bekämpfung in Betracht gezogen. Neue Versuche haben aber gezeigt, dass sich in der Zeit nach der Birnenernte die Milben auf den Weg in die Winterverstecke machen. Eine einmalige Behandlung mit dem akarizid wirkenden Netzschwefel (2 %, entspricht 32 kg/ha bei einem Baumvolumen von 10'000 m3/ha) in dieser Periode hat eine sehr gute Wirkung gezeigt. Die behandelten Bäume waren im folgenden Frühjahr praktisch befallsfrei. Das BLW hat aufgrund dieser guten Resultate den Einsatz von Schwefel zur Nacherntebehandlung gegen die Birnenpockenmilbe bewilligt. Raubmilben werden nach bisherigen Erfahrung kaum beeinflusst, da sie zu diesem Zeitpunkt die Winterquartiere bereits bezogen haben.
Für weiterführende Informationen siehe:
Schwefel im Herbst gegen Birnenpockenmilbe (117 KB) (bioaktuell 6/04, Seite 11)
Merkblatt Pflanzenschutz im Biokernobstbau (im FiBL-Shop)






