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Veronika Maurer
Veterinärparasitologie
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Vogelmilben zurückdrängen
Bei feucht-warmem Wetter vermehren sich in den meisten Hühnerställen die roten Vogelmilben explosionsartig. Sie befallen die schlafenden Hennen auf den Sitzstangen, saugen Blut und ziehen sich anschliessend in Ritzen und Spalten des Hühnerstalles und der Stalleinrichtungen zurück. Milbenbefall erkennt man frühzeitig am „Pfeffer und Salz“-Muster neben Ritzen oder bei den Auflagestellen der Sitzstangen. Da die Milben die meiste Zeit in der Umgebung und nicht auf den Hühnern verbringen, muss die Bekämpfung der Parasiten im Stall und nicht auf den Tieren erfolgen.
Für die Bio-Legehennenhaltung wird ein dreistufiges Vorgehen zur Kontrolle der Vogelmilben empfohlen:
- Alle Ställe sollen zwischen den Umtrieben gründlich gereinigt werden. Dies vernichtet einen Grossteil der Milben. Es hat sich bewährt, die Stalleinrichtungen soweit als möglich zu zerlegen und mit heissem Wasser und Schmierseife zu waschen (Hochdruckreiniger). Bereits beim Stallbau sollte darauf geachtet werden, dass die Einrichtungen einfach demontierbar und waschbar sind.
- Falls während dem Umtrieb Probleme auftreten, kommen vorzugsweise natürliche Produkte zum Einsatz, welche die äusserste Schicht des Milbenpanzers zerstören (z.B. pflanzliche Öle, flüssige oder pulverförmige Produkte auf Basis von Kieselgur). Dadurch trocknen die Milben schnell aus. Diese Produkte kann man auch grossflächig im Stall anwenden.
- Wenn nach dieser Behandlung einzelne stark befallene Stellen übrig bleiben, werden diese gezielt mit einem Akarizid (Milbenmittel) mit natürlichem Wirkstoff wie Pyrethrum behandelt. Die für Biobetriebe empfohlenen Produkte sind in der FiBL-Hilfsstoffliste aufgeführt.
In der Praxis hat sich gezeigt, dass man mit diesem Vorgehen den Milbenbefall ohne synthetische Akarizide in den Griff bekommt.






