WERBUNG

zur Startseite bioboerse.ch
  • Die Plattform wird betrieben von:
  • Logos Bio Suisse und FiBL Bio Suisse HomeFiBL Home
  •  
  • mit Unterstützung von:
  • Logos der kantonalen BeratungsstellenLogo AgroscopeLogo LiebeggLogo sh.chLogo kantonswyzLogo Kanton NidwaldenLogo EbenrainLogo InforamaLogo Kanton ObwaldenLogo Berufs- und Weiterbildungszentrum bzb Reinhof Salez SGLogo WallierhofLogo Strickhof

Ansprechpartnerin

Veronika Maurer

Veronika Maurer
Veterinärparasitologie
Ackerstrasse
5070 Frick

Tel. 062 865 72 57
Fax 062 865 72 73
E-Mail
www.fibl.org

Kriebelmücken - bei warm-feuchtem Wetter im Anflug!

 

Kriebelmücken sind blutsaugende Insekten, die bei Massenbefall bei weidenden Rindern, Schafen und Pferden Gesundheitsprobleme bis hin zum Tod herbeiführen können.

Die Mücken sind 2-6 mm gross und sehen einer Fliege mit kleinem Kopf und Buckel ähnlich. Eier, Larven und Puppen entwickeln sich in fliessenden Gewässern mit leichter Strömung und Pflanzenbewuchs. Je nach Witterung und Mückenart sind pro Jahr zwei bis vier Generationen zu erwarten. Die geschlüpften Insekten sammeln sich im Frühling in Bäumen und Sträuchern in der Nähe der Gewässer. Steigt die Temperatur nach einer Schlechtwetterperiode bei gleichzeitig hoher Luftfeuchtigkeit rasch an, kann es zu den gefürchteten Massenflügen kommen. Die Mückenschwärme überfallen geräuschlos Rinder, Schafe und Pferde auf der Weide und stechen sie in kürzester Zeit.

Mit ihrem Speichel spritzen die Kriebelmücken verschieden Giftstoffe in die Blutbahn. Diese können bei sehr starkem Befall (ca. 10 000 Mücken pro Grosstier) zu Herz-Kreislaufversagen und Lähmung des Atemzentrums führen. Bei starkem Befall benötigen die Tiere rasch die Hilfe eines Tierarztes. Oft treten nach dem Stich auch allergische Reaktionen auf (z.B. Sommerekzem bei Pferden).

An schwül-warmen Tagen sind die Mücken besonders während der Nachmittags- und Abendstunden sowie am späteren Vormittag aktiv. Dann sollten weidende Tiere beobachtet werden, besonders wenn sie sich auf windgeschützten Weiden mit Büschen und Bäumen in der Nähe von Gewässern befinden. Beunruhigung, plötzliches Abliegen, oder Fluchtreaktion deuten auf Angriffe von Kriebelmücken hin.

Insektenabwehrende Mittel können kurzfristig helfen, das Problem etwas zu entschärfen. Den sichersten Schutz bietet aber während der kritischen Zeiten der Stall, da Kriebelmücken Innenräume meiden. Bereits Weidehütten scheinen genügend Schutz zu bieten.