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Christophe Notz
Tiergesundheit
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Wirkt Biotin gegen Klauenprobleme?
Häufig wird erst beim Umziehen vom Anbinde- in den Laufstall die Klauengesundheit einer Herde beachtet. In der Anbindehaltung werden die Anzeichen schmerzhafter Klauenerkrankungen häufig übersehen. Im Laufstall wird die Problematik dann verschärft: Durch mehr Bewegung und damit auch mehr Abrieb werden die Klauen stärker belastet.
Was tun gegen Klauenprobleme? Wichtig ist, das Problem ganzheitlich zu betrachten, um mögliche Ursachen für immer wieder auftretende Klauenprobleme zu finden. Oft wird von Fütterungsberatern der Einsatz von Biotin (Vitamin B7) empfohlen. Im Biolandbau ist synthetisch hergestelltes Biotin als Futterzusatz jedoch nicht zugelassen. Zugelassen ist einzig das Produkt „Biocholin“, das natürliches Biotin enthält. Das Vitamin verbessert aber lediglich die Hornqualität; die Ursache der Klauenprobleme beseitigt es nicht.
Die wichtigsten Faktoren, welche die Klauengesundheit beeinflussen, sind:
- Die Fütterung (sie sollte der Milchleistung angepasst sein).
- Die Aufstallung (Bodenbeschaffenheit im Stall: nicht zu rauh und nicht zu glatt).
- Das Weidemanagement (Weidefrequenzen, Laufdistanzen, Bodenbeschaffenheit des Weges etc.).
- Die Klauenpflege (professionelle Klauenpflegekurse helfen hier weiter).
- Die Zucht auf Klauengesundheit.
Sich Gedanken zur Klauengesundheit zu machen ist nicht nur im Fall eines Umzugs vom Anbinde- in den Laufstall angebracht. Das FiBL kann Ihnen bei Klauenproblemen in der Herde aus einem unabhängigen und ganzheitlichen Blickwinkel heraus weiterhelfen.






