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Freilandhaltung für Schweine
Schweine im Freien sind für viele Konsumenten der Inbegriff einer artgerechten Tierhaltung. Gerade für die biologische Schweinehaltung kann das für einige Betriebe eine interessante Alternative sein. Die Investitionskosten in der Freilandhaltung sind gering. Ein Sauenplatz im Freiland verursacht nur etwa ein Fünftel der Kosten eines Stallplatzes. Englische Studien berichten von 50 % niedrigeren Tierarztkosten als bei der Stallhaltung, da die Tiere gesünder seien. Jedoch muss man sich im Klaren sein, was es heisst, seine Tiere ganzjährig im Freien zu halten. Die Fütterungs- und Tränkeeinrichtungen, die Umzäunung und natürlich auch die Tiere müssen jeden Tag, bei jedem Wetter kontrolliert werden. Um einen konzentrierten Nährstoffeintrag zu vermeiden, müssen die Hütten und Futterplätze regelmässig verschoben werden.
Am besten wird die Schweinehaltung in die Fruchtfolge eingegliedert. Dabei folgen die Schweine auf eine Kunstwiese. Bei einer optimalen Ausnutzung des Kleegrasaufwuchses durch z.B. Portionenweide, lassen sich im Freiland bis zu 25 % Kraftfutter bei den tragenden Sauen einsparen. Die Schweine wechseln zweimal im Jahr die Fläche.
Damit die Tiere auf die Witterung reagieren können, benötigen sie im Sommer Schattenplätze (Windschutz- oder Siloabdecknetze) und Suhlen (anlegen mit Restwasser aus den Tränkebecken oder mit Hilfe des Wasserschlauches). Die Hütten für säugende Sauen, Absetzferkel und Jager müssen isoliert sein (Kälte- und Hitzeschutz).
Nicht auf jedem Standort kann die ganzjährige Freilandhaltung praktiziert werden. Geeignet sind Standorte mit wenig Niederschlag und leichten Böden.






