Kräuter Zierpflanzen 

Bioraufutter

Aktuelle Marktsituation

2016 kann als durchschnittliches Raufutter-Jahr bezeichnet werden. Im Frühling und anfangs Sommer war sehr wüchsiges Wetter. Die Witterung und die Erträge waren im Herbst eher tief. Betriebe mit zu wenig Raufutter sollten sich frühzeitig um den Zukauf von biologischem Raufutter bemühen. Der Zukauf von konventionellem Futter durch Biobetriebe darf nur in Ausnahmefällen auf Antrag erfolgen. Für ackerbaubetonte und viehschwache Biobetriebe sind die Produktion und der Verkauf von Raufutter ein wichtiger Teil des Betriebes.

Produzenten mit überschüssigem Raufutter: Jetzt Angebote auf die Biobörse stellen!

Um die Nachfrage mit dem Angebot in Übereinstimmung zu bringen, hat sich die Biobörse (www.bioboerse.ch), siehe auch Navigation oben) bewährt. Das Erstellen eines Benutzerprofils ermöglicht Ihnen eigene Anzeigen in die Börse zu stellen und damit Ihr Angebot für potenzielle Käufer sichtbar zu machen.

Möglichst präzise Angaben bezüglich Futterart, Menge und Qualität erhöhen die Handelschancen. Es besteht auch die Möglichkeit Futter, welches noch nicht geerntet wurde wie zum Beispiel Ganzpflanzenmais anzubieten. Eine frühe Bekanntgabe des Angebots hilft so unnötigen Import von Raufutter zu vermeiden.

Produzenten mit Raufuttermangel: Jetzt Suchinserat auf der Biobörse aufgeben!

Wer aktuell kein passendes Angebot findet, kann auch ein Suchinserat auf der Biobörse schalten. Damit zeigen Sie den Marktteilnehmern, welche Bedürfnisse Sie haben.

Ausnahmegenehmigungen für den Kauf von Nicht-Biofutter?

Ziel von Bio Suisse ist es, dass möglichst sämtliches Bioraufutter, welches im Inland produziert wurde, auch einen Abnehmer findet. Daher werden Ausnahmegenehmigungen restriktiv gehandhabt.
Bei nachgewiesenen Futtermittelertragsverlusten, insbesondere auf Grund aussergewöhnlicher Witterungsverhältnisse, kann der betroffene Tierhalter nach vorgängiger schriftlicher Zustimmung durch die Zertifizierungsstelle für einen begrenzten Zeitraum nicht biologisches Raufutter einsetzen (RL Teil II, Kap. 4.2.3.4). Für die Zustimmung müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • Es muss belegt werden können, dass kein Bioraufutter verfügbar ist. Dazu ist die Biobörse massgebend.
  • Jedem Gesuch muss eine Bestätigung der Ausnahmesituation durch den Ackerbaustellenleiter oder die regionale Bioberatung beiliegen.
  • Der Antrag muss bei bio.inspecta resp. Bio Test Agro mittels Formular eingereicht werden. Das Formular ist online zu finden.
  • Die Futterart hat den effektiven Verlusten zu entsprechen. Zum Beispiel Bioheu mit konventionellem Heu oder Bioganzpflanzenmais mit konventionellem Ganzpflanzenmais usw. Es ist nicht möglich, einen Mangel bei Heu mit konventionellem Mais zu kompensieren.

Zur Biobörse

Raufutterhändler

Die Adresse der lizenzierten Raufutterhändler finden Sie in der Rubrik Adressen unter «Raufutterhandelsbetriebe».

Lizenzierte Raufutterhändler

Tipps für den erfolgreichen Verkauf von Raufutter:

  • Wer sein Angebot sichtbar macht, hat bessere Aussichten auf einen Verkaufserfolg.
  • Die Biobörse ist ein geeignetes Instrument. Detaillierte und aussagekräftige Angaben zum Angebot sind wichtig.
  • Produzieren, was gefragt ist, zum Beispiel ist die Nachfrage nach Luzerne deutlich grösser als das Angebot.
  • Sich frühzeitig um den Verkauf des Raufutters kümmern, zum Beispiel Absprachen über Menge, Art und Qualität mit potentiellen Abnehmern vor der Ernte tätigen.
  • Mit regelmässigen Käufern und Verkäufern sind die Voraussetzungen für eine dauernde Verkaufs-/Kaufpartnerschaft günstig.
  • Der Futterkauf ist eine Vertrauensangelegenheit: Qualität und Unkrautfreiheit sind wichtig.

Umfrage zum Bioraufuttermarkt

Präsentation zu den Ergebnissen der Raufutterumfrage (1.7 MB)

Artikel zur Raufutterumfrage in der Zeitschrift bioaktuell 5/2014 (146.9 KB)

Definition Raufutter

Was für Bio Suisse als Raufutter gilt, ist in den Richtlinien, Teil II, Art. 4.2.1.2 festgelegt.

Bioregelwerk (Rubrik auf dieser Webseite)

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 09.01.2017

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