Mengen Biobrotgetreide

Die diesjährige Erntesituation war geprägt durch tiefe Erträge bei allen Mahlgetreiden. Die Erntemengen liegen trotz zusätzlich auf Bio umgestellter Flächen bei Weizen und Dinkel unter dem Vorjahr. Einzig bei Roggen steht mehr Menge zur Verfügung als letztes Jahr. Die Qualität der Weizenernte 2016 liegt mit Ausnahme der Hektolitergewichte höher als im Durchschnitt der letzten Jahre. Die Proteingehalte bei Mahlweizen sind hoch und liegen im Durchschnitt bei rund 13.4%. 

Die Verarbeitungsmengen Knospe-Brotgetreide waren im Getreidejahr 2015/2016 gegenüber der Vorjahresperiode wachsend. Insgesamt wurden 39'026 Tonnen Knospe-Getreide verarbeitet. 

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Die Verarbeitungsmengen an inländischem Getreide ist im letzten Jahr gestiegen. Der Inlandanteil lag bei rund 36%. 

Knospe-Weizen

Die Verarbeitungsmengen an Knospe-Weizen machen mit knapp 85% den grössten Teil an der gesamten Verarbeitungsmenge Knospe-Brotgetreide aus. Die Verarbeitung von Knospe-Weizen war im Getreidejahr 2015/2016 wachsend. Insgesamt wurden 33'143 Tonnen Knospe-Weizen verarbeitet. Damit bleibt Knospe-Weizen aus der Schweiz ein gut nachgefragtes Produkt. 

Der Inlandanteil bei Weizen konnte gesteigert werden und lag 2015/2016 bei knapp 37%. Zur vollständigen Inlandversorgung fehlen noch knapp 20'000 Tonnen Knospe-Weizen was einer Anbaufläche von rund 4'700 ha entspricht.

In der Verarbeitung werden vor allem Weizen mit guten Verarbeitungsqualitäten nachgefragt. Aus diesem Grund empfiehlt sich der Anbau von Brotweizen für Betriebe mit guten Böden und einer ausreichenden Nährstoffversorgung. An schwächeren Standorten empfiehlt sich der Anbau von Roggen, Dinkel oder Futtergetreide.

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Knospe-Roggen

Mit einer Verarbeitungsmenge von 2'000 – 2'500 Tonnen kommt dem Roggen im Bio-Brotgetreidemarkt die kleinste Bedeutung zu. Im Vergleich zum Vorjahr war die Verarbeitungsmenge an Knospe-Roggen rückläufig.

Aufgrund der geringen Auswuchsfestigkeit von Roggen ist das inländische Angebot relativ starken Schwankungen unterworfen. Der Inlandanteil lag im letzten Jahr bei rund 31%. Zur vollständigen Versorgung des Marktes mit inländischem Roggen fehlen rund 1'000 Tonnen, was einer Anbaufläche von rund 250 ha entspricht.

Der Anbau von Roggen empfiehlt sich besonders in Grenzlagen der Weizenproduktion sowie für Betriebe mit einem geringen Nährstoffangebot.

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Knospe-Dinkel

Mit gut 9% Volumenanteil bei Brotgetreide nimmt Dinkel im Biobrot-Getreidemarkt ebenfalls eine kleinere Bedeutung ein. In den letzten Jahren wurden jeweils über 3'000 t Dinkel (Kernen) verarbeitet. Im Getreidejahr 2015/2016 wurden wiederum mehr Dinkelkerne verarbeitet. 

Traditionellerweise und seit vielen Jahren wurde im Biolandbau Dinkel angebaut. Die inländische Produktion reicht aus, um rund 50% des Bedarfs abzudecken. Im Getreidejahr 2015/2016 wurde mehr Import- als Inland-Dinkel verarbeitet. Eine Zunahme der inländischen Knospe-Dinkelmenge um rund 1'000 bis 1'500 Tonnen respektive um eine Fläche von 250 bis 375 ha ist möglich.

Der Anbau von Dinkel empfiehlt sich besonders in Grenzlagen der Weizenproduktion sowie für Betriebe mit einem geringen Nährstoffangebot.

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