Biozuckerrüben

Schweizer Bio-Zucker ist gesucht, doch gibt es ihn bis anhin nicht. Aufgrund geringer Anbaubereitschaft sind die Flächen und entsprechend die Erntemengen klein. Die Herausforderungen im Anbau liegen zum einen in der Anbautechnik, aber auch in den Arbeitsspitzen im Sommer. Zuckerrüben passen dennoch gut in die Fruchtfolge von Bio-Ackerbaubetrieben und liefern begehrte Nebenprodukte wie Rübenschnitzel und Melasse. Die Schweizer Zucker AG möchte das nun in Zusammenarbeit mit dem SVZ (Schweizerischer Verband der Zuckerrübenpflanzer) und Bio Suisse in einem gemeinsamen Projekt ändern. Das Projekt hat zum Ziel eine Erntemenge von rund 12'000 t Schweizer Knospe-Zuckerrüben zu erreichen, was einer Fläche von ca. 200 ha entspricht. Ab 2017 wird deshalb den Knospe-Rübenproduzenten eine Prämie von 30.- CHF/t auf dem Basispreis ausbezahlt. Mit dem Richtpreis von 2017 käme so ein Preis von 152.- CHF/t zustande (ohne Zu- und Abschläge). Damit sollte der herausfordernde Anbau wieder attraktiver werden. Interessierte Knospe-Produzenten können sich für weitere Auskünfte bei der Schweizer Zucker AG melden. Das Projekt wird auch von Seiten BLW mit dem Förderprogramm Qualität und Nachhaltigkeit (QuNaV) unterstützt.  

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Mengenentwicklung

Der grösste Teil der Bio-Rüben wird heute als Verbandsware von Süddeutschland importiert. Die Inland-Produktion ist zurzeit marginal. 

Marktakteure

Die Schweizer Zucker AG mit den Standorten Aarberg und Frauenfeld ist die einzige Unternehmung in der Schweiz, welche Zuckerrüben zu Rübenzucker verarbeitet. Bio Suisse erlaubt keinen Import von Knospe-Rübenzucker. Aus diesem Grund importiert die Schweizer Zucker AG aus Süddeutschland Bio-Zuckerrüben zwecks Verarbeitung.

Kontakt Schweizer Zucker AG:
Markus Meier (Rübenlogistik Frauenfeld)
Tel. 052 724 74 29
rueben@zucker.ch

Dokumente und Links

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