Umsteller

Um einen erfolgreichen Einstieg in die Biomilchproduktion zu ermöglichen, sollte die Abnahme zuvor mit einem Vermarkter abgeklärt werden. Da der konventionelle Milchmarkt aktuell stark unter Druck ist, kommt es zu vermehrten Anfragen von Umstellwilligen. Der Absatz von Biomilch wächst moderat, regional werden zusätzliche Biomilchproduzenten gesucht. Durch die saisonalen Mengenschwankungen kommt es aber trotzdem zu Überschüssen im Frühjahr, während im Sommer Knappheit herrschen kann. Für 2018 werden bereits zusätzliche Biomilchproduzenten erwartet, die sich jetzt in der Umstellung befinden. Teilweise werden bei den Biomilchorganisationen Wartelisten geführt.

Biomilch-Organisationen (145.0 KB)

Die Bio Suisse Richtlinien setzen eine Pflichtmitgliedschaft für die Verkehrsmilch-Produzenten voraus! Jeder Milchproduzent, der seine Knospe-Milch in den Verkehr bringt, muss bei einer von Bio Suisse anerkannten Biomilch-Organisation (BMO) Mitglied werden. Aufgrund der Marktlage führen die BMO's zurzeit Wartelisten für neue Umstellbetriebe. Eine Bestätigung der Pflichtmitgliedschaft wird bei der jährlichen Bio-Kontrolle verlangt. Rund 5 Mio. kg beträgt im Durchschnitt der Unterschied zwischen der gesamten produzierten Biomilchmenge in einem Frühlingsmonat und der Menge, die im Juli oder im August gemolken wird. Bei diesen starken saisonalen Produktionsabweichungen ist es besonders schwierig, den Biomilch-Markt im Gleichgewicht zu halten. Die Herausforderung liegt in der entsprechenden Markttransparenz und in der richtigen Einschätzung der Preissignale. Deshalb gilt für alle Knospe-Milchproduzenten die Pflichtmitgliedschaft bei einer Produzentenorganisationen (BMO). Sollte diese fehlen, drohen Sanktionen bis zum Entzug der Knospe für die Vermarktung der Knospe-Milch. Dank der Pflichtmitgliedschaft kann jede BMO ihre Mengenentwicklung überwachen. In der Milchmarktrunde (MMR) wird der gesamte Markt betrachtet. Diese Marktübersicht hilft Entscheidungen für die Zukunft zu treffen.

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