Schweizer Biolandbau-Statistik 2016

Die Schweiz zählte im Jahr 2016 insgesamt 52'263 Landwirtschaftsbetriebe, 990 weniger als 2015 (-1,9 Prozent). Die totale landwirtschaftliche Nutzfläche (1,05 Mio. ha) blieb stabil. Der schon in den letzten Jahren zu beobachtende Boom beim biologischen Anbau setzt sich fort: 2016 gab es 6'348 Bio-Betriebe, d.h. 104 mehr als im Vorjahr. Diese Zahlen hat das hat das Bundesamt für Statistik (BfS) am 11. Mai 2017 veröffentlicht.

Hier die wichtigsten Zahlen zum Biolandbau aus der landwirtschaftlichen Strukturerhebung 2016:

  • 6‘348 Betriebe wirtschaften biologisch. Das sind 12.2 Prozent aller Schweizer Landwirtschaftsbetriebe. Die Betriebe nahmen im Vergleich zum Vorjahr (2015) um 1,7 Prozent zu; in den letzten 5 Jahren um 7.6 Prozent.
  • 142'000 Hektar werden biologisch bewirtschaftet, das sind 13,5 Prozent der Schweizer Landwirtschaftsfläche. Die Fläche nahmen im Vergleich zum Vorjahr (2015) um 3,5 Prozent zu; in den letzten 5 Jahren um 16,6 Prozent.
  • Während im Biolandbau sowohl die Ackerfläche (28‘000 ha) und die Dauerkulturfläche (1‘900 ha) mit 7,1 Prozent bzw. 7,9 Prozent unter dem nationalen Bioanteil von 13,5 Prozent liegen, nimmt das Biodauergrünland mit 110‘000 Hektar 18 Prozent der Schweizer Dauergrünlandfläche ein; das macht mehr als ein Drittel der biologisch bewirtschaftete Landwirtschaftsfläche aus. Die relative Zunahme im Vergleich zum Vorjahr war am stärksten bei den Dauerkulturen (+13 Prozent) und im Ackerbau (+8 Prozent); die Dauergrünlandfläche nahm um 2 Prozent zu.
  • Fast ein Drittel der Ackerfläche wird mit 11‘800 ha von Kunstwiesen eingenommen (9.4 Prozent der Kunstwiesen insgesamt), gefolgt von Getreide mit 9‘000 Hektar (6.3 Prozent der Getreidefläche) und Gemüse (2‘200 Hektar; 18.5 Prozent der Gemüsefläche). Die grössten Wachstumsraten konnten die nachwachenden Rohstoffe (+20 Prozent), Hülsenfrüchte (+18 Prozent) und das Getreide verzeichnen.
  • Mehr als die Hälfte Teil der Getreidefläche wird von Weizen eingenommen (4,700 ha; 5,7 Prozent der Weizenfläche insgesamt); gefolgt von Dinkel (1‘140 Hektar, 24 Prozent), Gerste (1000 ha, 3,4 Prozent) und Körnermais (90 ha, 4.2 Prozent). Das stärkste Wachstum war bei Triticale zu verzeichnen (+35 Prozent). Die Weizenfläche stieg um 14 Prozent, die Dinkelfläche um 17 Prozent.
  • Bei den Dauerkulturen nehmen die Bioreben mit 800 Hektaren ein hohen Anteil ein (6 Prozent der Reben insgesamt), gefolgt von Äpfeln (knapp 400 Hektar, 8.4 Prozent). Das stärkste Wachstum war bei den Reben zu verzeichnen (+26 Prozent).

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Quelle:
Landwirtschaftliche Strukturerhebung 2016 (Webseite Bundesamt für Statistik)
Weniger, dafür grössere Landwirtschaftsbetriebe

Beschäftigte, Landwirtschafliche Betriebe, Landwirtschaftliche Nutzfläche (LN) und Nutztiere auf Klassifizierungsebene 2 nach Kanton

Helga Willer

 

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 15.05.2017

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