Bioackerbautag 2015 

Schweizer Bioackerbautag 2016

Donnerstag, 9. Juni 2016 in Brütten ZH, auf dem Biohof Eichacher von Urs und Ladina Knecht

Urs Knecht zeigt im Film, wie weit die Vorbereitungen im Feld gediehen sind und welche Kulturen am Bio-Ackerbautag 2016 zu sehen sein werden.

Der Schweizer Bio-Ackerbautag 2016 hat zum Ziel, die Techniken von morgen zu präsentieren, den Austausch zwischen den Produzenten und verschiedenen Akteuren zu fördern. Der nationale Anlass richtet sich sowohl an Bio- wie auch an ÖLN-Produzenten. Schwerpunkte sind neben Getreide auch Raps, Kartoffeln und Feldgemüse. Mit der Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Futterbaus (AGFF) ist zum ersten Mal auch der Kunstfutterbau, eine wichtige Schnittstelle zum Ackerbau, vertreten. Ferner gibt es Demonstrationen zu den neuesten Entwicklungen in der Unkrautregulierung.

Weiterführende Informationen

Flyer (817.1 KB)

Feldführer (1.3 MB)

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www.bio-ackerbautag.ch (Webseite des Bio-Ackerbautages)

Interview mit Urs Knecht, Brütten ZH, Gastgeber des Bioackerbautages 2016

Der Bioackerbau gilt als sehr anspruchsvoll. Sie erzielen regelmässig gute Erträge: Wie gelingt Ihnen das?

Wir sind in Brütten auf gut 600 Metern und haben Böden, die sich für den Biolandbau eignen, speziell für Raps. Dank diesen idealen Rahmenbedingungen haben wir kaum Probleme mit Pilz oder Schädlingen. Dann achte ich darauf, meine Felder sorgfältig zu bewirtschaften. Ich überlege mir, wie ich die Fruchtfolge so gestalten kann, dass ich mit einem vernünftigen Aufwand einen optimalen Ertrag erreiche. Wichtig ist bei alledem ein genaues Beobachten der Kulturen, der richtige Zeitpunkt sowie Erfahrung. Fairerweise muss ich anfügen, dass ich dem Boden auch Nährstoffe zuführe, also Biodünger.

Worin bestehen denn die besonderen Herausforderungen?
Das ist sicher der Umgang mit den Unkräutern, vor allem den Blacken und Disteln. Ich muss diese so in den Griff bekommen, dass ich nicht allzu viel Aufwand habe und sie meinen Ertrag nicht schmälern. Dann sind da noch die Ungräser, insbesondere beim Weizen. Auch die muss ich so kontrollieren, dass sie die Kulturen nicht zu sehr beeinträchtigen.

Sie arbeiten seit 14 Jahren nach den Richtlinien von Bio Suisse: Was ist Ihre Motivation, biologisch zu produzieren?
Ich möchte mit einem möglichst bescheidenen Einsatz von Hilfs- und Nährstoffen einen guten Ertrag erzielen. Das ist im Biolandbau sehr anspruchsvoll. Im Gegensatz zur konventionellen Landwirtschaft kann ich nicht einfach ein Pestizid einsetzen, um Unkraut oder Schädlinge auszumerzen.

Zusammen mit Bio Suisse und dem Strickhof sind Sie Gastgeber des 5. Schweizer Bioackerbautages: Was erwarten Sie von diesem in der Schweiz einzigartigen Anlass?
Am 9. Juni zeigen wir in Brütten die Vielfalt des Bioackerbaus. Da wir sowohl im letzten Herbst wie in diesem Frühling bei guten Verhältnissen säen konnten, sehen die Besucher anhand einer beachtlichen Kulturvielfalt, was in der Praxis möglich ist. Ich hoffe auf gutes Wetter, so dass Hunderte von Interessierten kommen werden. Viele Landwirte, Bio wie konventionelle, nutzen den Anlass auch, um Erfahrungen auszutauschen. Es würde mich natürlich freuen, wenn in der Folge viele Kollegen auf Bio umstellten.

Wo sehen Sie den Bioackerbau in der Schweiz im Jahr 2035?
Ich sehe global ein grosses Potenzial für den biologischen Landbau. Meine Vision ist ein Bioland Schweiz. Damit könnten wir uns abheben und als Pioniere vorangehen. Der Weg wäre sicher nicht einfach, aber die Perspektiven in allen Belangen sehr vielversprechend.

(Das Interview erschien zuerst im Bio Suisse Newsletter Mai 2016.)

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 01.01.1970

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