Jedem Boden sein Getreide Schafft der Triticale den Durchbruch über die Biozüchtung? 

Sortenversuch Mahlweizen

Ergebnisse aus dem Biomahlweizen Sortenversuch 2017

Spitzenreiter beim Ertrag war die Sorte Royal während beim Proteingehalt Molinera obenaus schwang. Der durchschnittliche Ertrag aller Sorten lag bei 56.7 kg, also 18 kg höher als 2016.

Das FiBL führt jedes Jahr auf sieben Knospe-Betrieben der Nordwest- und Westschweiz Streifenversuche mit acht Mahlweizensorten durch. Dieses Jahr wurden vier Sorten von GZPK (Getreidezüchtung Peter Kunz) und vier Sorten von Agroscope/DSP (Agroscope/Delley Samen und Pflanzen AG) getestet.

Der durchschnittliche Ertrag aller Sorten und Standorte war mit 56.7 kg pro Are (18 kg mehr als im Vorjahr) sensationell hoch. Der durchschnittliche Proteingehalt lag bei 12.9 Prozent (im Vorjahr 13.5 Prozent). Den höchsten Ertrag hatte Royal (GZPK) mit 66.1 kg pro Are bei einem Proteingehalt von 12 Prozent. Spitzenreiter was den Proteingehalt angeht war wieder die begrannte Agroscope/DSP Sorte Molinera mit 13.5 Prozent (Feuchtklebergehalt bei 31.2 Prozent). Bemerkenswert bei Molinera, einer eher frühreifen Sorte, ist die ausgesprochen gute Bodenbedeckung im frühen Stadium. Grund: die Blätter stehen nicht steil nach oben, sondern sind eher waagrecht-bogenförmig. Andere Weizensorten bedecken den Boden zu einem späteren Zeitpunkt besser, wie die langstrohigen Sorten von GZPK. Aber auch dort gibt es Unterschiede. Pizza vermag den Boden dank seiner eher waagrecht-bogenförmiger Blätter noch besser zu bedecken als Wiwa.

Weitere Details hierzu und auch zu den Sortenversuchen zu Futter- bzw Flockenweizen, die dieses Jahr erstmalig wieder durchgeführt wurden, um einen Ersatz für die für Gelbrost anfällige Sorte Bockris zu identifizieren, werden im Verlauf dieses Herbstes 2017 an dieser Stelle aufgeschaltet.

Die Sortenversuche werden ermöglicht mit Mitteln aus dem Bio Suisse Fonds für Ackerbaubeiträge und dem Saatgutfonds (u.A. Lenkungsabgaben auf bewilligtem, konventionellem, ungebeiztem Saatgut). Matthias Klaiss, FiBL

Sortenversuche: Allgemeines

Versuchsfrage

  • Wie verhalten sich die verschiedene Sorten unter Biobedingungen?
  • Unkrautunterdrückung, Pflanzengesundheit, geringe Nährstoffzufuhr?
  • Welche Sorten erbringen den höhsten Ertrag?

Die Ergebnisse dienen zur Aufnahme von neuen Sorten auf der empfohlene Sortenliste des FiBL.

Verfahren

zirka 7 Standorte
zirka 8 Sorten, Streifenversuche on-Farm

Erhebungen

  • Pflanzenhöhe
  • Unkrautunterdrückung
  • Gesundheit Blatt, Ähre
  • Lageranfälligkeit
  • Erntefeuchtigkeit
  • Rohertrag bei der Ernte
  • Qualität (Protein, Feuchtgluten,usw)

Standorte 2017

  • Urs Knecht, Eich, 8311 Brütten ZH Betriebsprotrait (116.6 KB)
  • Django Hegglin, Bildungsheim Neuhof, Pestalozzistrasse 100, 5242 Birr AG
  • Fritz Rupp, Mühle 30, 9555 Tobel TG
  • Philippe Faivre, Route du Jura 70, 2924 Montignez JU
  • Urs Siegenthaler, Schwand, 3110 Münsingen BE Betriebsprotrait (115.3 KB)
  • Cyriac Schnyder, Hitzligen, 6212 St-Erhard LU
  • Stephane Deytard, Route d'Ependes VD

 

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 08.01.2018

Werbung