Den Raps nach der Saat im Auge behalten

(25.08.2008) 

Eine kritische Phase im Biorapsanbau ist der Zeitraum zwischen Auflaufen und Einwintern. Verschiedene Schädlinge können die auflaufenden Bestände angreifen. Als Hauptschädling tritt dabei – neben Schnecken, die ab diesem Jahr mit Bio-Schneckenköder reguliert werden dürfen – der Rapserdfloh auf und verursacht den typischen Loch- oder Fensterfrass an den Blättern. Vor allem Pflanzen im Keimblattstadium können empfindlich geschädigt werden.
Der Rapserdfloh fliegt im September in die Felder ein. Eine frühzeitige Saat ab dem 20. August kann helfen, Schäden zu vermeiden. Trotzdem sollte der Einflug in die auflaufenden Bestände mit Gelbfallen überwacht werden. Als glänzend schwarzer Käfer von etwa 5mm Grösse mit auffällig dicken Hinterbeinen und gutem Sprungvermögen ist der Rapserdfloh leicht zu erkennen.
Werden an den Fallen Käfer beobachtet, sollten die Pflanzen alle zwei bis drei Tage auf Frassschäden untersucht werden, da die Käfer recht schnell viel Schaden anrichten können.
Zur direkten Bekämpfung der Rapserdfloh sollte möglichst bald nach dem Auftreten der ersten Schäden Gesteinsmehl eingesetzt werden. Bisher liegen allerdings noch keine gesicherten Erfahrungen zur Bekämpfung dieses Schädlings mit Gesteinsmehl vor. Gegen die verwandten Kohlerdflöhe im Gemüsebau hat sich der Einsatz von Gesteinsmehl jedoch bewährt (gestäubt oder gespritzt, 300 bis 600 kg pro Hektare). Vor dem Einsatz von Gesteinsmehl oder Ferramol Schneckenkörnern sollte die Beratung kontaktiert werden.

Ansprechpartner:

Claudia Daniel
Tel. 062 865 72 91
claudia.daniel(at)fibl.org

Hansueli Dierauer
FiBL Beratung
Tel. 062 865 72 65
hansueli.dierauer(at)fibl.org

Für weiterführende Informationen:

Raps Anbautechnik - Saat bis Einwinterung (PDF, 222 KB)
Merkblatt Bioraps (im FiBL-Shop)
Merkblatt Rapsglanzkäfer (im FiBL-Shop)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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