Die Moderhinke in den Griff bekommen

(16.04.2015) 

Die Klauenkrankheit Moderhinke ist für die Schafe schmerzhaft und für deren Halter kostspielig. Eine Studie geht den Ursachen nach und will Grundlagen für die langfristige Lösung des Problems erarbeiten. Alle Schafhalter erhalten in diesen Wochen einen Fragebogen. Je mehr Schafhalter sich an der Umfrage beteiligen, desto aussagekräftiger wird das Resultat.

Die Moderhinke ist weit verbreitet und verursacht hohe wirtschaftliche Verluste, heisst es in einer gemeinsamen Medienmitteilung der ETH Zürich, der Uni Bern sowie des Beratungs- und Gesundheitsdienstes für Kleinwiederkäuer. Obschon in den letzten Jahren auf dem Gebiet der Moderhinke intensiv geforscht wurde, bestehen bis anhin keine Untersuchungen zu wirtschaftlichen Auswirkungen. Neben dem verbesserten Wohlbefinden des Tieres und der optimierten Diagnostik, ist die wirtschaftliche Gegenüberstellung von Sanierungsaufwand und betrieblichem Mehrertrag von entscheidender Bedeutung für die Abwägung, Moderhinke in der Schweiz flächendeckend zu bekämpfen. Im Rahmen eines Forschungsprojektes werden die wirtschaftlichen Auswirkungen der Moderhinke und einer Sanierung von Schafherden untersucht.

Die Forschungsgruppe ist auf die Mithilfe der Schafhaltenden angewiesen. In diesen Wochen erhalten alle Schafhaltenden in der Schweiz einen Fragebogen. Aus den Angaben werden wichtige Grundlagen für den Umgang mit der Moderhinke in der Schafhaltung erarbeitet, wovon alle Schafhaltenden profitieren werden, schreiben die Verantwortlichen. Gerade auch Bioschafhalter müssen ein Interesse an der Bearbeitung des bisher ungelösten Problems haben und sind deshalb aufgefordert, an der Umfrage mitzumachen. LID, RS

Weitere Informationen

Beratungs- und Gesundheitsdienst für Kleinwiederkäuer (Sektion Schafe; Webseite Caprovis)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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