Reben - was bleibt uns nach dem Frost?

Die zweite Aprilhälfte hat einen richtiggehenden Schock in viele Rebberge der Schweiz gebracht. Die Frostnächte vom 17. und 28. April mit Temperaturen von bis zu fünf Grad minus haben die nach dem allgemein frühen Frühling gut entwickelten Knospen stark in Mitleidenschaft gezogen.

(29.05.2017) 

Ungewöhnliche Sitaution, viele Kantone sind betroffen

Ein solches Ausmass an Frostschäden musste man letztmals in den siebziger Jahren beobachten. Am stärksten betroffen von den Wettereskapaden des Frühjahrs 2017 sind die Deutschschweizer Kantone sowie das Wallis und der Kanton Genf. Die Reben an den Seen waren durch die Wärmeabgabe des Wassers vor grösseren Schäden geschützt.

Alles wurde versucht: Heizen, Beregnen, Aufwirbeln der kalten Luft…

Auf tiefer gelegenen Parzellen haben die Rebbauern versucht, mit Gasheizkörpern, Kerzen, Ölöfen, Beregnung und sogar Propellern die Kaltluftseen zu vertreiben. Die Massnahmen waren in vielen Fällen wirksam. Aber sie sind teuer, denn sie müssen während der ganzen frostgefährdeten Nächte aufrechterhalten werden.

Die Hoffnung nicht verlieren

Die Rebe verfügt über Nebenaugen. Wenn sie rechtzeitig austreiben, ist in gewissen Fällen noch eine halbe Traubenernte möglich. Unsere ersten Überprüfungen der Reben einen Monat nach dem Frost stimmen uns zuversichtlich. So scheinen an den Blauburgunderstöcken fruchtbare neue Triebe zu wachsen. Die hohen Temperaturen von Ende Mai sind sehr willkommen, um die unbeschadeten Knospen spriessen zu lassen und auf die Blüte vorzubereiten. Wir hoffen alle das Beste! DL

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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