Getreidebestände jetzt kontrollieren

(10.03.2014) 

Wegen der anhaltend warm-feuchten Witterung ist dieses Frühjahr nicht mit Auswinterungsschäden durch Frost zu rechnen. Lückige Bestände können trotzdem auftreten. Die Hauptgründe sind schwierige Aussaatbedingungen im Herbst, wenig verfügbarer Stickstoff, viel kriechendes Unkraut, Mäuselöcher, Schneckenfrass, Wildschweine oder Drahtwürmer.

Wenn kreisförmige Lücken an mehreren Stellen auftreten, so sollte der Boden nach Drahtwürmern abgesucht werden. Sie sind jetzt leicht zu erkennen. Nur bei unregelmässig verteilten, grösseren Fehlstellen und schwachem Bestand mit weniger als 150 Pflanzen pro Quadratmeter muss eine Neuansaat erfolgen. Ansonsten lohnt sie sich nicht, denn die Bestockungskraft des Getreides ist enorm, sofern genügend Stickstoff im Boden ist.

Schwache, aber regelmässige Getreidebestände können in der Regel mit Walzen und einer frühzeitigen Güllegabe gerettet werden. Sommerweizen, Mischkulturen mit Erbsen oder Ackerbohnen können bis Ende März gesät werden. Im Zweifelsfall kann auch noch länger zugewartet und die Entwicklung der Bestände weiter beobachtet werden. Als letzte Möglichkeit kann noch Mais angesät werden.

Wichtig ist jetzt auch ein möglichst frühes Striegeln. Dieses hat die beste Wirkung. In etwas lückigen Getreidebeständen kann mit dem zweiten Striegeldurchgang ab März eine Einsaat mit einem Krummenacher Sägerät durchgeführt werden. Damit lässt sich die Bodenbedeckung verbessern und die Unkräuter unterdrücken. Die feinen Samen der Gräser- und Kleearten verlangen eine sehr flache Saat und unverkrusteten Böden. Die Wahl des Saatgutes richtet sich nach der späteren Nutzung. HD

Weiterführende Informationen

Anbautechnik Getreide (Rubrik Ackerbau)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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