Hof- und Weideschlachtung – Verordnung des Bundes wird geändert

Nach acht Jahren hartnäckigem Durchhalten, Überzeugen und seriöser Arbeit auf den bisherigen Hof- und Weideschlachtbetrieben mit Bewilligungen ist es gelungen, die Verordnung für die Hof- und Weideschlachtung zu ändern.

(07.10.2019) 

Tatkräftig mitgeholfen haben die beiden Nationalräte Martina Munz und Karl Vogler mit ihren Vorstössen im Parlament. Die geänderte Verordnung dürfte auf den 1.1.2020 in Kraft treten.

Mit der Hof- und Weideschlachtung sind vor allem die Direktvermarkter von Fleisch oder kleinere Schlachtbetriebe und Metzgereien in den Regionen angesprochen. Das Ziel ist, den Lebendtiertransport zu verhindern. Das ist ein reines Tierschutzanliegen: kein Stress vor dem Schlachten. Ein weiteres wichtiges Anliegen ist, das ganzheitliche Metzger(kunst)handwerk und die Wertschöpfung wieder in die Region zu bringen. Heute gibt es vor allem noch Fliessband-Metzger.
Ein weiteres Ziel der IG Hof- und Weideschlachtung ist, ein Label für die Hof- und Weideschlachtung zu schaffen. Das Label soll strenge Auflagen enthalten für die Produktion, Schlachtung und Lagerung des Fleisches. Dies garantiert eine herausragende Qualität entlang der ganzen Wertschöpfungskette bis auf den Teller der Konsumentinnen und Konsumenten. Selbstverständlich dabei ist die Verwertung des ganzen Tieres, von der Nase bis zum Schwanz («Nose-to-tail»).
Das FiBL wird gegen Ende Jahr ein detailliertes Merkblatt für die Hof- und Weideschlachtung herausbringen. Die Betriebe werden beim Antrag für eine Bewilligung kostenlos unterstützt. EM

Interessierte melden sich bei Eric Meili (Kasten rechts)

Weiterführende Informationen

Verordnung über das Schlachten und die Fleischkontrolle VSFK 817.190 (Webseite des Bundes)

Schlachtung auf dem Bauernhof (Rubrik Tierhalgung)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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