Kirschessigfliege macht Wein und Weinbauern sauer

(02.08.2016) 

Mildes Wetter mit hoher Luftfeuchtigkeit mag die Kirschessigfliege. Bereits jetzt werden starke Schäden im Kirschen- und Beerenanbau gemeldet. Falls im August keine längere, trockene Hitzeperiode eintritt, ist im Rebbau mit einem hohen Befallsdruck zu rechnen. Feuchte Lagen am Waldrand oder in Gewässernähe mit vielen wilden Wirtspflanzen in der Umgebung sind besonders gefährdet. Rote Rebsorten mit dünner Beerenhaut und kompakter Traubenstruktur sind besonders anfällig.

Um die Entwicklung zu beobachten, sollten in der Umgebung Monitoringfallen installiert werden. Ab Farbumschlag der Trauben sollte man die Beeren regelmässig auf Eiablagen kontrollieren. Zudem sind vorbeugende Massnahmen wichtig: gutes Auslauben, angepasster Schnitt der Reben und des Unterwuchses sorgen für ein trockenes Bestandsklima. Die Ertragsregulierung sollte möglichst frühzeitig stattfinden, Traubenverletzungen (Wespen und Vogelschäden, Botrytis) sollten verhindert werden, und auf eine Tresterausbringung in noch nicht geerntete Parzellen sollte verzichtet werden.

Die Eiablage kann durch den Einsatz von Kaolin verhindert werden. Spinosad und Pyrethrum gegen die adulten Fliegen sind ebenfalls zugelassen, das Verhindern der Eiablage mit Kaolin ist jedoch wirksamer. Bei Beerenobst wie Herbsthimbeeren und Steinobst wie Zwetschgen wird ebenfalls mit einer schwierigen Situation gerechnet. In diesen Kulturen sind jedoch andere Bekämpfungsmassnahmen zielführender. CD, FC

Weiterführende Informationen

Drosophila suzukii (Rubrik Obstbau)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

Werbung