Unkrautregulierung bei Biozuckerrüben

Die mechanische Unkrautregulierung bei den Biozuckerrüben ist eine grosse Herausforderung. Wie viele Stunden für das Vereinzeln und Jäten in der Reihe aufgewendet werden müssen, beeinflusst die Wirtschaftlichkeit massgebend. Ziel ist ein Handarbeitsaufwand von unter 150 Stunden je Hektare.

(24.02.2017) 

Wenn das Unkraut gegenüber der Kulturpflanze einen Vorsprung hat, gestaltet sich die Unkrautregulierung als sehr schwierig und aufwendig. Der Biozuckerrübenpflanzer ist immer in der Defensive!

Um dies zu vermeiden haben sich bisher folgende Massnahmen bewährt:

•    Die Unkrautregulierung (Striegel, Egge, Schleppe) vor der Saatbettbereitung. Je nach Bodenzustand und Witterung 1 bis 3 Durchgänge mit zirka 10 bis 14 Tagen Abstand. Das ist keine Saatbettbereitung, sondern eine Unkrautkur. Eher spätere Saat, wenn der Boden genügend erwärmt ist, zirka 10. bis 20. April.

  • Hacken mit Schutzscheiben zur Vermeidung von Verschüttungen so früh als möglich.
  • Der Striegel zeigt gute Effekte auf Unkräuter im Keimblattstadium in der Reihe, wenn genügend Feinerde vorhanden ist, also oft erst nach dem ersten Hacken. Blindstriegeln ist in Zuckerrüben zu riskant.
  • Der Striegeleinsatz mit wenig Druck vor dem Vereinzeln (wegen den möglichen Pflanzenausfällen).
  • Vereinzeln ab dem Zweiblattstadium der Zuckerrübe, so kann kleines Unkraut in der Reihe effizienter von Hand entfernt werden.
  • Nach dem Vereinzeln folgen noch ein bis zwei Hackdurchgänge zwischen den Reihen.
  • Geräte mit leichtem Anhäufelungseffekt vermögen das Unkraut auch in der Rübenreihe zu verschütten (vor allem im letzter Hackdurchgang wichtig).

Die Unkrautregulierung macht man, wenn es Zeit ist, und nicht wenn man Zeit hat.

Daniel Böhler (FiBL) und Andreas Bertschi (SFZ)


Weiterführende Informationen

Merkblatt Biozuckerrüben, Ausgabe 2017 (FiBL-Shop)

Biozuckerrüben (Rubrik Markt)

Biozuckerrüben (Rubrik Ackerbau)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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