Verbreitung von Neophyten vermeiden

(05.05.2008) 

Kanadische Goldrute, Japanischer Knöterich, Aufrechte Ambrosia: Diese Namen laden in die Ferne ein, für den Landwirt und Gärtner sind sie eher ein Albtraum. Besiedeln diese eingeführten Pflanzen einen neuen Standort, verbreiten sie sich rasant und verdrängen die einheimische Flora. Bei diesen sogenannten Neophyten gilt „Vorbeugen ist besser als heilen!“. Wichtige Massnahmen zur Vorbeugung sind:

  • Das Verschleppen von Samen und Pflanzenteilen vermeiden. Besonders beim Mieten von Maschinen oder beim Einsatz von Lohnunternehmern.
  • Kein verseuchtes Erdmaterial einführen. Schon aus kleinen Wurzelstücken kann eine neue Pflanze austreiben.
  • Buntbrachen und Ackersäume regelmässig kontrollieren. Offene Ackerfläche in der Nähe von befallenen Standorten vermeiden. 

Beim Auftreten von Problempflanzen soll die kantonale Fachstelle verständigt und sofort mit der Bekämpfung begonnen werden. Wiederholter Schnitt schwächt die Neuphyten. Neophyten mit grossem Besamungspotential, wie die Nordamerikanischen Goldruten oder die Ambrosia, müssen aber unbedingt vor der Blüte geschnitten werden. Da die meisten invasiven Pflanzen sich sehr effizient vegetativ vermehren, müssen die benutzten Geräte und Maschinen nach dem Schnitt und nach der Bodenbearbeitung gründlich gereinigt werden. Das Schnittgut, einschliesslich der Rhizome, Wurzeln und Ausläufer, darf nicht kompostiert werden und muss deshalb in die Kehrichtverbrennung.

Die Neophyten sind auch ein Thema am FiBL-Kurs „Pflege der Naturvielfalt auf dem Bioacker“ vom 20. Mai 2008 im Murimoos.

Kurs Pflege der Naturvielfalt auf dem Bioacker

Véronique Chevillat
FiBL Beratung
Tel. 062 865 04 12
veronique.chevillat(at)fibl.org

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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