Welche Zwischenkultur säen?

(31.07.2012) 

Nach den Unkrautkuren oder der Stoppelbearbeitung lassen sich die bewährten Gründüngen oder Zwischenfutter bis Mitte August aussäen. Die Auswahl an Zwischenkulturen ist heute sehr gross, trotzdem eignen sich nur wenige für den Bioackerbau. Grundsätzlich richtet sich die Wahl nach der Folgekultur und dem Verwendungszweck.

Als Gründünger eignen sich vor allem nicht überwinternde Mischungen mit verschiedenen Kleearten und Phacelia (Alpha, Lepha, Alexpp, OH-Nährgrün Bio, Orga Mix-N, Gründüngung Bio N-Plus). Diese laufen schnell auf und decken den Boden bei hohem Grünmassenertrag und tiefer Durchwurzelung. Zudem ist nicht mit Durchwuchs zu rechnen. Sie sind fruchtfolgeneutral, was besonders bei vermehrtem Anbau von Erbsen in Mischkulturen von Bedeutung ist. Ein weiterer Vorteil dieser Gründünger ist das Abfrieren im Winter. Dadurch eignen sie sich auch in Fruchtfolgen mit reduzierter Bodenbearbeitung oder sogar für die Direktsaat oder Streifenfrässaat.

Chinakohlrübsen, Senf und Ölrettich können noch bis Mitte September ausgesät werden. Bei diesen Gründüngern ist aber darauf zu achten, dass kein Raps, keine Rüben und keine Sonnenblumen in der Fruchtfolge stehen. Rübsen, Senf und Ölrettich eignen sich für Biobetriebe mit einer guten Nährstoffversorgung oder für verdichtete Böden.

Betriebe mit hohem Viehbesatz ziehen in der Regel Zwischenfutter wie Wicken-Erbsen-Hafer oder eine überwinternde Mischung ohne italienisch Raygras vor. Einzelkomponenten sind generell nicht zu empfehlen.

Das Saatgut der meisten Gründüngungen ist heute in Bioqualität verfügbar. Die aktuelle Saatgutverfügbarkeit und die Einstufung der Gründünger für den Biolandbau finden sich in der Rubrik Futterpflanzen-Mischungen der Webseite

www.organicxseeds.com

Weiterführende Informationen

Nährstoffversorgung aus Gründüngungen und Zwischenkulturen (Rubrik Ackerbau)

Hinweis: Dies ist eine tagesaktuelle Meldung. Sie wird nicht aktualisiert.

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