Preise 

Marktsituation

Aktuell

2018 war für den Bio-Milchmarkt eher ein ungewöhnliches Jahr. Die Produktionsmengen stiegen um 5%, die verarbeitete Milchmenge erzielte ein überdurchschnittliches Wachstum von 6.8%. Der starke Anstieg bei der Verarbeitung lässt sich vor allem mit der erhöhten Nachfrage durch das 25-jährige Jubiläum von Coop Naturaplan begründen. Es wurde deutlich mehr Käse aus silofreier Milch produziert (+10.8%), sowie Butter (+9.8%). Auch Dauermilchwaren (hauptsächlich Milchpulver) konnte ein Plus von 21.7% verzeichnen. Gesamthaft wurden 217'435 t Bio-Milch verarbeitet. 

Im den ersten sieben Monaten 2019 lag die Produktion kumuliert bei 158'962 t und damit 4.8% über dem Vorjahresniveau. 

Die Verarbeitungsmenge stieg im gleichen Zeitraum um 6.2%. Der Zuwachs war bei Butter mit (+22.8%) und bei Spezialprodukten und Milchpulver mit hohem Proteingehalt (+22.0%) am stärksten und lag bei Konsummilch bei 7.9%. Frischprodukte inkl. Glacé sowie Dauermilchwaren legten um 4.6% zu. Beim Käse zeigt sich ein geteiltes Bild: Es wurde 2.7% mehr silofreie Milch zu Käse verarbeitet. Die Verarbeitung von Silomilch zu Käse sank jedoch um 2.2%. Von Januar bis Juli sanken auch die Joghurt- (-1.7%) und Konsumrahmproduktion (-2.9%). 

Das Tiefkühl-Butterlager befand sich in KW 37 bei 421 t und damit 139% über dem Vorjahr. 

Aussichten

Für 2019 prognostizierten Verarbeiter und Handel weiterhin einen Anstieg der Nachfrage. Das zusätzliche Angebot an Milch sollte aufgenommen werden können. Allerdings zeigt sich in den milchstarken Frühjahrsmonate ein Überangebot. Kritisch hingegen wird vor allem das Jahr 2020 betrachtet. Die Produzentenorganisationen werden Wartelisten führen. Demnach können neue Biomilch-Produzenten erst nach Ablauf einer Frist sowie nach Bedarf für das laufende Milchjahr 2020 ihre Biomilch abliefern. Für Umstell-Interessierte gilt es daher vorab eine der sechs von Bio Suisse anerkannten Produzentenorganisationen zu kontaktieren, um Abnahmemöglichkeiten zu klären. 

Anteil an der Biomilch-Verwertung und Biowachstum kumuliert (Tonnen)

Pflichtmitgliedschaft

Jeder Voll-Knospe anerkannte Biomilchproduzent benötigt die Mitgliedschaft bei einer von Bio Suisse anerkannten Biomilchorganisation (BMO). Diese Pflichtmitgliedschaft gilt auch für Produzenten, die nur Käsereien beliefern. 

Milchproduzenten, die eine der nachfolgenden Bedingungen erfüllen, können sich, anstatt bei einer BMO, auch bei Bio Suisse registrieren:

  • Verkehrsmilchproduzenten, welche keine Milch als Biomilch oder Umstellungsmilch verkaufen
  • Verkehrsmilchproduzenten, welche ihr Milch ausschliesslich direkt ab Hof verkaufen
  • Verkehrsmilchproduzenten, welche sämtliche produzierte Milch in fremden Betrieben als Tränkmilch verwerten

Betriebe, welche ihre Milch ausschliesslich an die Kälber auf dem eigenen Betrieb vertränken (Aufzucht, Kälbermast) benötigen keine Mitgliedschaft und müssen sich auch nicht bei Bio Suisse registrieren.

Registration (654.1 KB) Milchproduzent Bio Suisse

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 19.09.2019

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