Produktion 

Ausblick

Für 2020 erwarten die sechs Biomilchorganisationen aufgrund einer überproportional hohen Anzahl neulizenzierter Knospe-Milchviehbetriebe eine erneute Produktionsmengensteigerung. Prognostiziert sind 23'000 Tonnen zusätzliche Biomilch, was einem Wachstum von 8-9% entspricht. Um einem erneuten Marktungleichgewicht entgegenzuwirken, ergriffen die Biomilchorganisationen eine Reihe von Massnahmen. Diese reichen von Wartelisten für neulizenzierte Betriebe, Vertragsmengenänderungen für bestehende Produzenten bis hin zu erhöhten Milchgeldabzügen zur Finanzierung von zusätzlicher Absatzförderung sowie individuellen Deklassierung- und Marktbearbeitungsfonds. Mit diesen Massnahmen wird für das Jahr 2020 mit einem Produktions- und Verwertungswachstum von 5-6% gerechnet.

Aufgrund der gesteigerten Nachfrage während des Lockdowns zeichnen sich im Sommer jedoch Versorgungsengpässe bei Biobutter ab. Die Biomilchorganisationen haben zusammen mit den Verarbeitern diese neue Situation sorgfältig analysiert und um Ostern entschieden, dass alle Wartelisten per 1. Juni aufgehoben werden. Durch die Produktion von Biobutter fallen zusätzliche Mengen an Biomagermilch an. Die Vermarktung der Magermilch bzw. des Magermilchpulvers im Biokanal wird nur bedingt möglich sein. Es ist daher mit erhöhten Deklassierungsbeiträgen zu rechnen, die einen Absatz des Magermilchpulvers auf Weltmarktniveau ermöglichen. Für den Herbst 2020 und Frühling 2021 zeichnen sich erneut Überschüsse ab.

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 15.07.2020

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