Reicht Bio alleine nicht mehr? Lohnverarbeitung: Was muss ich beachten? 

Knospe-Produkte müssen ausschliesslich Biozutaten enthalten

Knospe-Produkte garantieren zu hundert Prozent, dass alle landwirtschaftlichen Zutaten darin biologischen Ursprungs sind. Backt also zum Beispiel ein Knospe- Hofverarbeiter Brot für den Verkauf im Hofladen oder auf dem Markt, müssen alle verwendeten Zutaten in Knospe-Qualität sein, neben dem Mehl also auch die Weinbeeren und die Sonnenblumenkerne. Sogar die Hefe darin muss Knospe-Qualität aufweisen.

Bio Suisse vermittelt Rohstoff-Lieferanten

Was aber macht man, wenn eine Zutat einmal nicht in Knospe-Qualität erhältlich ist und man die Produktion nicht umstellen möchte? In einem solchen Fall hilft Bio Suisse, indem sie Kontakte zu möglichen Knospe-Rohstoff-Lieferanten vermittelt. Ist eine Knospe-Zutat aber wirklich nicht aufzutreiben, kann ein Verarbeiter ein Gesuch an Bio Suisse stellen, für die Verwendung von Rohstoffen in anderer Bioqualität als Knospe, also etwa Schweizer Bio-Verordnung oder EU-Bio.

Maximal zehn Prozent Nicht-Knospe

Bio Suisse erteilt Ausnahmebewilligungen aber nur für eine begrenzte Menge und für eine befristete Zeit. Zudem darf die Nicht-Knospe-Zutat einen Anteil von zehn Prozent nicht übersteigen. Ausserdem sind Ausnahmen nicht möglich bei Zutaten, die namens- oder wertgebend sind. Damit ist gemeint, dass beispielsweise ein Knospe-Sonnenblumenkernbrot immer mit Knospe-Sonnenblumenkernen hergestellt werden muss, oder dass Brot ausnahmslos mit Knospe-Mehl hergestellt werden muss, weil Mehl die wertgebende Zutat ist.

Das Gesuchsformular für eine Ausnahmebewilligung kann als Word-Datei heruntergeladen werden:

Gesuchsformular (Webseite Bio Suisse)

Petra Schwinghammer, Bio Suisse

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 21.07.2016

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