Betriebsgemeinschaft Bron - Jermann, 4243 Dittingen BL 

Betriebsgemeinschaft Breiter - Meier, 8416 Flaach ZH

Kennzahlen unseres Betriebes

  • Landwirtschaftliche Nutzfläche (LN): 37 ha
  • Höhenlage: 360 m ü. M. 
  • Bodentypen: alle Bodentypen
  • Verteilung der Parzellen:  13 (ab 2014 Einteilung in ca. 7 ha Kulturparzellen)
  • Betriebszweige: seit 15 Jahren viehloser Betrieb (1996)
  • Düngergrossvieheinheit (DGVE) pro ha düngerbare Fläche: viehlos
  • Umstellung auf Bio 2011

Unsere Fruchtfolge

Die Fruchtfolge wird immer wieder angepasst bis die Kulturparzellen Grösse erreicht ist.  Die ständige Bodenbedeckung und hohen Kulturen helfen auch das Unkraut zu unterdrücken.
Wichtig für uns ist das der Boden höchstens 1 Monat unbedeckt ist.

Momentan sieht die Fruchtfolge so aus:

  1. Luzerne
  2. Luzerne
  3. Körnermais
  4. Winterweizen  ( im Herbst Sommerweizen)
    - Gründüngung
  5. Wintergerste / Eiweisserbse (Mischkultur)
    - Gründüngung
  6. Körnermais
    - Gründüngung
  7. Sonnenblumen
    - Gründüngung
  8. Winterweizen

Bodenbearbeitung

  • Umbruch mit Treffler Flachgrubber in 2 Durchgängen: zuerst 2-3 cm tief (i.d.R. unvollständiges Unterschneiden), dann 5-6 cm tief
    (mehr über den Treffler Grubber)
  • Kreiselgrubber

Düngung

  • Kompost
  • Gülle vom Biobetrieb/ Biogasgülle von einer Landwirtschaftsanlage

Gründüngung

  • OH-Nährgrün (Alpha, Lepha, Guizotia, Phacelia) 

Unsere Meinung über reduzierte Bodenbearbeitung

  • Weil der Humus im Boden nicht mehr gestört wird, kann er verstärkt aufgebaut werden. Für den Aufbau speichert der Boden den Kohlenstoff aus der Luft und tragt somit zur Senkung des klimaschädliche CO2 bei. Wächst der Humusgehalt in unseren Böden in 5 Jahren um 10% können wir pro Hektar rund 13t CO2 speichern.
  • Die Klimaschonende Wirkung wird verstärkt in dem durch die leichtere Bodenlockerung mit der Egge weniger Diesel verbraucht wird.

Unsere praktische Erfahrungen und unsere Ziele

  • Bisher haben wir keine grossen Probleme mit Unkräutern gehabt. Die Unkräuter haben wir über die Fruchtfolge und die Gründüngung in Griff bekommen. 
  • Ziel ist, den ganzen Betrieb auf reduzierte Bodenbearbeitung und wenn möglich auf Direktsaat umzustellen. Eine Direktsaat ist bisher im Biolandbau ohne Roundup noch nicht praktikabel. Deshalb machen wir vor der „Direktsaat“ noch einen ganzflächigen Durchgang mit dem „Treffler“ Grubber in max. 4 cm Tiefe. 

Die Maschinen mit denen wir arbeiten

  • Treffler Grubber 
  • Kreiselgrubber
  • Direktsämaschine mit Doppelscheibenschar

Unsere Versuche im 2012

  • Wegen der schlechten Witterung konnten nur Wintergerste/Eiweisserbsen  gesät werden. Die
    Gründüngung wurde gemulcht, dann folgte ein Einsatz mit dem Treffler Grubber in 6 cm Tiefe und anschliessend eine flache Saat mit Kreiselgrubber.

Unsere Versuche im 2013

  • Pflugloser Umbruch der Luzerne-Kunstwiese und Körnermaissaat:

    - 1 ha Mais: Luzerne anfangs April ca. 4 cm tief mit Treffler bearbeiten, Wiederholung des Vorganges kurz vor der Maissaat im Mai (Direktsaatmaschine).

    - 2 ha Mais: Luzerne vor der Maissaat (Direktsämaschine) ca. 5 cm tief mit Treffler bearbeiten (1 Durchgang)

    - Unser Fehler:  Aufbrechen der Grasnarbe auf 4-5 cm beim ersten Durchgang war zu tief. Dadurch entstanden Grasbüschel, die bei der nachfolgenden Saat störten. Darum wird 2014 in 2 Durchgängen gearbeitet:
    1. Durchgang: Schälen der Grasnarbe in 2-3 cm Tiefe
    2. Durchgang: Lockerung bis 5-6 cm Tiefe

    - Erträge:  im Durchschnitt 60 dt/ha Körnermais
    (starke Ertragseinbusse wegen Vernässung aufgrund von Drainageproblemen auf 1/3 der Fläche)

Unsere Versuche im 2014

  • Pflugloser Umbruch der Luzerne-Kunstwiese und Körnermaissaat 85 dt/ha
      - Mulchen, Bodenbearbeitung und Saat innert 2 Tagen Mitte Mai
           - zweimal Mulchen
           - 2 Durchgänge mit Treffler-Grubber (1. Durchgang 2-3 cm, 2. Durchgang 5-6 cm)
           - Maissaat mit Direktsämaschine
    Der Umbruch hat sehr gut funktioniert und die Parzelle war beim Auflauf des Mises frei von Unkraut und grünen Grasmotten. Es gab nur wenig Luzerne Durchwuchs. Wir sind mit dem Umbruch sehr zufrieden. Die anschliessenden Unkrautkontrolle möchten wir noch verbessern da wir eine mässige Verunkrautung mit Löwenzahn und Melden hatten.
  • Sonnenblumen Mulchsaat mit Weissklee-Rotschwingel-Untersaat nach Körnermais 22 dt/ha
    Das Körnermaisstroh wurde gemulcht und konnte mit dem Treffler-Grubber gut oberflächlich eingearbeitet werden. Die Untersaat konnte sich anfänglich nur schwach entwickeln, hat aber bei der Abreife der Sonnenblumen den Boden sehr gut bedeckt. An den Verdichteten Stellen in der Parzelle (Staunässe) konnten sich die Hirsen sehr gut entwickeln. Die Blacken konnten mit der Untersaat leider nicht unterdrückt werden.
  • Triticale Mulchsaat nach Körnermais
      - 1 Durchgang mit Treffler-Grubber auf 6 cm. Saat mit Kreiseleggekombination 34 dt/ha
    ⇒ Es gab eine mässige Verunkrautung und die Wirkung der Güllegabe im Frühjahr wurde vermutlich durch die trockene Witterung verzögert.
  • Direktsaat von Mais in vier verschiedene Gründüngungen:
      - EFB33 (Futtererbse) 150 dt TS/ha
      - Orga Mix D (Roggen, Wicken, Inkarnatklee) 101 dt TS/ha
      - Hafer, Inkarnatklee 42 dt TS/ha
      - Wicken, Inkarnatklee 153 dt TS/ha

    (siehe auch den Direktsaatversuch bei Daniel Böhler)

    Bericht Mais Direktsaat 2014 (6.2 MB)

    Der Maisertrag bei EFB33 und Wicken-Inkarnatklee stimmt uns zuversichtlich, dass die Direktsaat von Mais im Biolandbau unter optimalen Bedingungen möglich wäre. Leider konnten auf unserer Parzelle mit sehr hohem Hirse und Blackendruck das Unkraut durch die Mulschschicht nicht genügend unterdrückt werden. Das System muss weiterhin verbessert werden.



Unsere Versuche im 2015

  • Pflugloser Kunstwiesenumbruch mit dem Treffler Grubber

  • Weizen-Alexandrinerklee-Mischkultur. Saat im September und Schröpfschnitt im Herbst.
  • Direktsaat von Mais in vier verschiedene Gründüngungen:
      - EFB33 (Futtererbse)
      - Mix FiBL (EFB33, Grünschnittroggen, Inkarnatklee, Winterwicken)
      - OH 10-Komponenten-Mischung

    (siehe auch den Direktsaatversuch bei Daniel Böhler)

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 19.01.2015

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