Betriebsgemeinschaft Bron - Jermann, 4243 Dittingen BL Grossenbacher Peter, 3324 Hindelbank BE 

Böhler Daniel, 5465 Mellikon AG

Kennzahlen unseres Betriebes

  • Landwirtschaftliche Nutzfläche (LN): 20.30 ha
  • Höhenlage: 500 m ü. M.
  • Bodentypen: mittelschwer bis schwer
  • Verteilung der Parzellen: Arrondiert und Zupacht nicht arrondiert
  • Betriebszweige: Ackerbau, 30 bis 40 Bio Weide-Beef, 450 Legehennen und 6 Ziegen, 10 Bienenvölker, Anteil Oekoflächen 32%
  • Düngergrossvieheinheit (DGVE) pro ha düngerbare Fläche: 1.0
  • Umstellung auf Bio seit 1995

Unsere Fruchtfolge

Die Fruchtfolge erfährt stets Anpassungen, da sich aufgrund der Topografie nicht alle Parzellen für jede Kultur eignen. Weiter gibt es auch Anpassungen, wenn bestimmte Flächen für Versuche reserviert werden müssen.

Momentan sieht die Fruchtfolge so aus:

  1. Winterweizen
  2. Winterhafer mit Untersaat (Luzerne-oder Kleegras) oder Gründüngung
  3. Kunstwiese / Mais
  4. Wintereiweisserbsen-Triticale
  5. Kunstwiese (200er Mischung)
  6. Kunstwiese (200er Mischung)

Bodenbearbeitung

  • Der Pflug wird nur wenn notwendig eingesetzt.
  • Die Stoppelbearbeitung nach der Getreideernte erfolgt ausschliesslich mit dem Wenz-Flachgrubber (mehr über den Wenz-Flachgrubber). Der Wiesenumbruch erfolgt mit dem Pflug.

Düngung

  • Gülle: Getreide, Grünland
  • Mist: Mais, Getreide, Grünland

Gründüngung

  • Mit der Einsaat von Kleegras in Hafer machte ich sehr positive Erfahrungen. Für die Direktsaatversuche von Mais haben wir Chinakohlrübsen, EFB33 oder Orga Mix D (Roggen, Wicken, Inkarnatklee) angesät.

Einsatz biologisch dynamische Präparate auf dem Feld

  • Hornkiesel-, Hornmist-, Fladenpräparat

Unsere Meinung über reduzierte Bodenbearbeitung

  • Wir haben schon einige Erfahrungen mit der reduzierten Bodenbearbeitung sammeln können und haben dabei auch die Grenzen kennen gelernt. Aufgrund der hügeligen Topografie und der nördlichen Exposition unserer Ackerflächen müssen wir z.T. Kompromisse eingehen. Die Erhaltung und Steigerung der Fruchtbarkeit unserer Böden ist uns ein zentrales Anliegen. Wir sind stets daran, wie wir unser System optimieren können. Deshalb haben wir mit der Einsaat von Kleegras ins Getreide angefangen, damit wir nach der Getreideernte keine Bodenbearbeitung vornehmen müssen.

Unsere praktische Erfahrungen und unsere Ziele

  • Unser Ziel ist es, dass wir mit unserem Handeln die Bodenstruktur und das Bodenleben möglichst positiv beeinflussen und wir der nächsten Generation einen fruchtbaren, lebendigen Boden weitergeben können.
  • Mit den Anbauversuchen wie der Direktsaat von Mais wollen wir auf unserer kleinen Ackerflächen neue Verfahren ausprobieren.
  • Da wir aus verschiedenen  Gründen noch nicht auf den Pflug verzichten können, versuchen wir dennoch das System zu optimieren. Wie schon erwähnt ist die Einsaat ins Getreide eine Möglichkeit, um nach der Ernte auf eine Bodenbearbeitung zu verzichten. Die Einsaat kann sich während der Abreife des Getreides langsam entwickeln und deckt den Boden nach der Ernte sehr schnell wieder ab.

Die Maschinen mit denen wir arbeiten

  • Bodenbearbeitung: Wenz-Flachgrubber, 3 m
  • Unkrautregulierung: Striegel Treffler, 6 m
  • Messerwalze mNT-No Till von Martin Häberli, Golaten
  • 2014 getestet: Dutzi Frontgrubber kombiniert mit Rototiller-Kombination für Dinkel

Unsere Versuche im 2012

  •  Direktsaat von Mais in vier verschiedene Gründüngungen im Vergleich zum Pflugverfahren:
       - EFB33 (Futtererbse) 204 dt TS/ha
       - Chinacholrübsen 154 dt TS/ha
       - Orga Mix D (Roggen, Wicken, Inkarnatklee) 192 dt TS/ha

       - Pflug (Umbruch von chinacholrübsen im Frühjahr) 219 dt TS/ha

    Bericht Mais Direktsaat 2012 (1.4 MB)

 Unsere Versuche im 2013

  • Direktsaat von Mais in vier verschiedene Gründüngungen im Vergleich zum Pflugverfahren:
       - EiRO Mix (EFB33, Roggen) 135 dt TS/ha
       - Orga Mix D (Roggen, Wicken, Inkarnatklee) 102 dt TS/ha

       - Pflug (Umbruch von Orga Mix D im Frühjahr) 121 dt TS/ha

    Bericht Mais Direktsaat 2013 (1.5 MB)

Unsere Versuche im 2014

  •  Direktsaat von Mais in vier verschiedene Gründüngungen im Vergleich zum Pflugverfahren:
       - EFB33 (Futtererbse) 185 dt TS/ha
       - Orga Mix D (Roggen, Wicken, Inkarnatklee) 110 dt TS/ha
       - Hafer, Inkarnatklee 68 dt TS/ha
       - Wicken, Inkarnatklee 153 dt TS/ha

       - Pflug (Kunstwiesenumbruch im Frühjahr) 201 dt TS/ha

    (siehe auch den Direktsaatversuch auf der BG Breiter-Meier)

    Bericht Mais Direktsaat 2014 (6.2 MB)

Geplante Versuche im 2015

  • Direktsaat von Mais in vier verschiedene Gründüngungen im Vergleich zum Pflug:
       - EFB 33 (Futtererbse)
       - Mix FiBL (EFB33, Grünschnittroggen, Inkarnatklee, Winterwicken)
       - Nmax (W-Ackerbohne, W-Wicke, W-Platterbse, Inkarnatklee, NZ Chicorée, Gelbsenf, Rauhafer)
       - Winterwicken, Inkarnatklee

       - Pflug (Umbruch von Mix FiBL im Frühjahr)

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 19.01.2015

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