Schär Herbert, 8580 Hagenwil TG 

Stefani René, 5324 Full-Reuenthal AG

Kennzahlen unseres Betriebes

  • Landwirtschaftliche Nutzfläche (LN): 44 ha
  • Höhenlage: 400 m ü. M.
  • Bodentypen: leicht bis mittelschwer
  • Verteilung der Parzellen: nicht arrondiert
  • Betriebszweige: Ackerbau, Mutterkuhhaltung, Feldversuche, Anteil Ökoflächen
  • Düngergrossvieheinheit (DGVE) pro ha düngerbare Fläche: 1.4
  • Umstellung auf Bio 1995

Unsere Fruchtfolge

Momentan sieht die Fruchtfolge so aus:

Kunstwiese
Sonnenblumen oder Raps
Winterweizen
Eiweisserbsen oder Ackerbohnen
Winterweizen
- Gründüngung OH 106
Kartoffeln
Winterweizen oder Roggen

Bodenbearbeitung

  • Wiesenumbruch: Pflug
  • Gründüngung: Einarbeitung mit dem Grubber
  • Kartoffeln: Umkehrfräse / Pflug
  • Stoppelbearbeitung: Grubber

Düngung

  • Getreide: Kompost / Mist / Gülle
  • Grünland: Gülle / Mist
  • Sonnenblumen: Gülle
  • Kartoffeln: Biorga

Gründüngung

OH 106 mit Inkarnatklee

Unsere Meinung über reduzierte Bodenbearbeitung

  • Wir haben einen unkrautfreudigen Boden und kämpfen ständig mit Blacken. Mit dem Pflug haben wir sauberere Felder, was auch ein besseres Striegeln und Hacken ermöglicht. Wir haben den Eindruck, dass wir mit dem Pflug auch weniger Blacken haben.
  • Wir versuchen, den Pflug so wenig wie möglich einzusetzen, um den Humusgehalt und die Biodiversität im Boden zu erhalten.

Unsere praktische Erfahrungen und unsere Ziele

  • Seit der Umstellung auf Biolandbau haben wir einen viel krümeligeren Boden als davor. Das Bodenvolumen hat sich erhöht, die Belüftung des Bodens hat sich verbessert und wir haben keinen Wasserstau mehr.
  • Unser Ziel ist es, das Unkraut anstatt mit der Bodenbearbeitung mit einer kontinuierlichen Bodenbedeckung zu regulieren.
  • Den Pflug werden wir so wenig wie möglich einsetzen; im Kartoffelanbau wird es aber nicht möglich sein, ganz auf den Pflug zu verzichten.

Die Maschinen mit denen wir arbeiten 

  • Rabe Grubber
  • Kverneland 3 Schar Pflug
  • Kuhn Kreiselegge
  • Möri&Brunner Umkehrfräse zusammen mit weiteren drei Landwirten
  • Hatzenbichler Striegel
  • WecoDyn flachgrubber von Daniel Böhler für die reduzierte Bodenbearbeitung

Unsere Versuche im 2014

  •  Streifenversuch Vergleich Pflug/reduzierte Bodenbearbeitung (Sonnenblumen)
      - Pflug: Pflug 20 cm und Kreiselegge Mitte März
      - Reduzierte Bodenbearbeitung: ab Mitte März 2 x Flachgrubber 3-10 cm und 3 x Kreiselegge
    Einzelkornsaat mit Kreiseleggekombination in beiden Verfahren Mitte April
    ⇒ Beim Umbruch mit dem Flachgrubber wurde die Grasnarbe im ersten Durchgang ganzflächig auf 3-4 cm unterschnitten. Die Grasnarbe konnte so zwar ganzflächig sauber unterschnitten werden, es entstanden aber sehr grosse Grasmotten, die anschliessend nicht vollständig zum Absterben gebracht werden konnten. Um grosse Grasmotten zu vermeiden lohnt es sich, beim ersten Durchgang nur die Hälfte der Fläche (jede 2. Schar entfernen oder schmalere Scharen verwenden) und erst in einem zweiten Durchgang ganzflächig zu unterschneiden.
    ⇒ Die Rückverfestigung durch die Packerwalze der Kreiselegge während der Saatbettbereitung verhinderte ein optimales Austrocknen der Grasmotten. Vielleicht könnte mit einer Federzinkenegge ohne Rückverfestigung ein besseres Resultat erzielt werden.
    ⇒ Die Unkrautkontrolle mit Gänsefuss- und Sternhacke hatte im Pflugverfahren eine fast 100%ige Wirkung, im reduzierten Verfahren wuchsen jedoch ein paar Unkräuter und Grasmottten durch. Auf die Entwicklung und den Ertrag der Sonnenblumen konnte jedoch kein Effekt des Unkrauts festgestellt werden.

Unsere Versuche im 2015

  • Streifenversuch Vergleich Pflug/reduzierte Bodenbearbeitung
      - Pflug
      - Flachgrubber
  • Streifenversuch Vergleich Pflug/Direktsaat in eine Gründüngung (Winterweizen)
    Anlage einer Alexandrinerklee-Sandhafer-Gründüngung nach Eiweisserbsen
      - Pflug: Gründüngung Mulchen oder mit Messerwalze quetschen, danach Pflug auf 20 cm
      - Direktsaat: Quetschen der Gründüngung mit Messerwalze und Direktsaat
  • Streifenversuch Vergleich Pflug/Direktsaat in eine Gründüngung (Winterroggen)
    Anlage einer Alexandrinerklee-Perserklee-Grünschnittroggen-Gründüngung nach OH71
      - Pflug: Gründüngung Mulchen oder mit Messerwalze quetschen, danach Pflug auf 20 cm
      - Direktsaat: Quetschen der Gründüngung mit Messerwalze und Direktsaat

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 22.01.2015

Werbung