Hofdünger im Gemüsebau mit Vorsicht einsetzen 

Deshalb Bodenproben entnehmen

Bodenuntersuchungen sind ein wichtiges Mittel zur Beurteilung des Nährstoffzustandes im Boden und für die Düngungsplanung.

Unter- und Überversorgung vermeiden

Eine ungenügende Versorgung des Bodens kann langfristig zu einer Erschöpfung der löslichen Nährstoffe im Boden führen. Die langjährige Praxis des biologischen Landbaus zeigt aber, dass es oft nicht nötig ist, eine negative Suisse-Bilanz mit zugeführten Nährstoffen vollständig auszugleichen. Die Bodenversorgungsklasse "mässig" bzw. "B" genügt meist bei Kulturen mit geringem und mittlerem Nährstoffanspruch für einen optimalen Pflanzenertrag von hoher Qualität, ohne den Boden auszulaugen.

Zu hohe Nährstoffgehalte ihrerseits rühren häufig von der Zeit vor der Umstellung her. Teilweise werden aber, hauptsächlich in Spezialkulturen, zu hohe Kompostmengen ausgebracht. Mit Hilfe einer Düngungsplanung lässt sich das Nährstoffangebot optimieren. Bei einer ausgeglichenen Suisse-Bilanz sollten die Nährstoffgehalte im Boden bei einer der Nutzung angepassten Verteilung auf allen düngbaren Flächen nicht zunehmen.

Ökologischen Leistungsnachweis (ÖLN) erfüllen

Für die Erfüllung des ÖLN muss mindestens alle 10 Jahre eine Bodenanalyse der Bewirtschaftungsparzellen vorliegen. Auf Biogemüsebetrieben, die gleichzeitig die Anforderungen von Suisse Garantie erfüllen, müssen mindestens alle 5 Jahre Bodenproben untersucht werden, bei gedeckten Kulturen sogar alle 2 Jahre.

Keine Bodenanalyse muss vorliegen für Flächen mit Düngeverbot, für wenig intensiv genutzte Wiesen, für Dauerweiden und bei ganzen Betrieben, die keine N- oder P-haltigen Dünger zuführen und einen tiefen Viehbesatz aufweisen.

Weiterführende Informationen

Merkblatt Bodenuntersuchungen für Biobetriebe (im FiBL-Shop)

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 09.02.2010

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