Weisse Watte am Lager: Sclerotinia-Fäule Folgen der nassen Witterung: Was tun, wenn das Gemüse fault? 

Vorbeugen ist Gold…

Vorbeugen ist besser als heilen, diese Weisheit gilt auch im Biogemüsebau. Gegen viele boden- und luftbürtigen Krankheiten sind gar nur vorbeugende Massnahmen möglich. Die gilt es insbesondere in der Saison, also jetzt, nicht aus den Augen zu verlieren. Zentrale Punkte dabei sind Fruchtfolge und Feldhygiene.

Während der «Hitze des Gefechtes» muss der ursprüngliche Fruchtfolgeplan, zum Beispiel durch Witterungseinflüsse, oft umgestellt werden, dies natürlich im Rahmen der Fruchtfolgevorschriften. Wichtig dabei zu beachten ist, dass nach Pflanzenschutzproblemen, wie Rhizoctonia Fäule am Salat, nicht noch ein weiterer Satz mit einer anfälligen Kultur angehängt wird – die Probleme sind sonst vorprogrammiert.

Im Gegensatz zur Fruchtfolge verträgt die Bodenbearbeitung kaum Kompromisse. Der Einsatz einer Maschine zum falschen Zeitpunkt ist oft noch im Folgejahr zu sehen. Diese Problemstellen im Feld sind für Bodenkrankheiten häufig der Ausgangspunkt. Oft breiten sich Krankheiten in der Erntephase aus, da während der maximalen Blattentwicklung die Blätter weniger schnell abtrocknen. Hier gilt es die Erntereste möglichst schnell zu mulchen und oberflächig, zum Beispiel mit einer Scheibenegge, einzuarbeiten. Häufig ist es sinnvoller mit dem Mulchen nicht zu warten bis der letzte Salatkopf abgeerntet ist, sondern die Ernte zügig zum nächsten erntereifen Satz zu verlegen, auf dem gesündere Ware mit einer bessere Ernteleistung vom Feld geholt werden kann. MK

Weiterführende Informationen

Rubrik Pflanzenschutz im Biogemüsebau

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 08.07.2015

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