Neue Bioschneckenkörner im Handel Neem-Azal-T/S im Gewächshaus 

Die Bohnenfliege vorbeugend bekämpfen

Bohnenfliegen treten gebietsweise immer wieder auf. Ab Mai verursacht die erste Generation Schäden an keimenden Bohnen. Bereits ab einem Befall der keimenden Pflanzen von 20 % muss mit einem grossen Ernteausfall gerechnet werden.
Wie kann man das Schadenrisiko klein halten? Hier ein paar Tipps:

  1. Keine Hofdünger direkt zur Bohnenkultur geben und Bohnen nicht direkt auf Umbruch von Kleegras oder Gründüngungen säen. Gründüngungen frühzeitig umbrechen und durch wiederholtes Bearbeiten den Abbau der frischen Grünmasse beschleunigen. Zu Gunsten einer längeren Abbauphase des organischen Materials auf Futternutzung kurz vor dem Umbruch verzichten.
  2. Intensive Bodenbearbeitung vor der Saat reduziert eine allfällige Population aus der Vorkultur.
  3. Alles unternehmen, um ein zügiges Auflaufen zu fördern. Dazu gehören vor allem:
    - leichte bis mittel schwere Böden, die sich rasch erwärmen
    - flach säen (maximal 3 cm tief)
    - allenfalls Saaten mit Vlies abdecken, um Keimung zu fördern
    - ohne Vliesabdeckung erst ab einer Bodentemperatur von 12 °C säen.
  4. Fruchtfolge: Bohnen nicht nach Wirtspflanzen wie Bohnen, Spinat, Erbsen, Kohlarten, Kartoffeln oder Rotklee anbauen.

Im Bioanbau gibt es keine zugelassenen Pflanzenschutzmittel, die gegen Bohnenfliegen eine Wirkung haben. Somit muss mit den oben erwähnten vorbeugenden Massnahmen die Entwicklung der Fliegen verhindert werden. Bei einer Neuansaat kann mit einer intensiven Bodenbearbeitung die Bohnenfliegenpopulation reduziert werden. Als Ersatzkultur auf keinen Fall Spinat anbauen.

Weiterführende Informationen

Pflanzenschutzempfehlungen für den Biogemüsebau (FiBL-Shop)

Martin Lichtenhahn

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 09.02.2010

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