Das gilt bei Bodenschutz und Fruchtfolge Rare Sorten passen nicht in jeden Schlauch 

Spargel bringt Biodiversität in die Direktvermarktung

Direktvermarktung ab Hof oder am Marktstand lebt unter anderem vom Wechsel verschiedener Saisonprodukte und der jahreszeitlichen Abwechslung von Früchte- und Gemüsearten. Eines dieser typischen Saisonprodukte ist der Spargel. Oft mit dem Makel langer Transportwege behaftet, reagiert die Kundschaft sehr positiv auf lokal produzierten Spargel. Deutschland macht es vor. Dort wird der grosse Spargelappetit zu über 80 Prozent aus lokaler Produktion gestillt. Die Schweizer Konsumentinnen stehen da sicher nicht hinten an, wenn inländischer Spargel im Angebot liegt und sind auch bereit den nicht zu vernachlässigenden Mehrpreis hinzublättern.

Beliebt sind für die Direktvermarktung Grünspargeln, denn sie eignen sich auch für kleinere Flächen besser als weisser Spargel. Für den Anbau ist ein rasch erwärmbarer, tiefgründiger Boden ohne Staunässe eine wichtige Voraussetzung.

Die grösste Herausforderung ist die Unkrautregulierung, da während der Ernte keine Bearbeitung erfolgen kann und Anhäufeln nur beschränkt möglich ist. Besonders heikel sind Wurzelunkräuter wie Winde, Quecke, Distel und Blacken, denn diese sind in einer Dauerkultur nur schwierig zu bekämpfen, können die Spargeln stark bedrängen und die Ernte behindern.

Erste Spargel können im dritten Standjahr geerntet werden, die Haupternte folgt ab dem vierten Jahr.

Martin Lichtenhahn

Weitere Informationen zum Thema Biospargeln

«Knospe-Spargeln als Frühkultur: Auch auf schweren Böden möglich» - Zeitschrift bioaktuell 3/2014 (204.9 KB)

 

 

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 08.02.2012

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